Mit Tiroler Knödel auf nach Wien

In der roten Parteizentrale besprach die SPÖ beim Speckknödel-Essen Chancen und Folgen der Nationalratswahl.

Von Anita Heubacher

Innsbruck –Parteichef Gerhard Reheis wollte zuerst nicht nach Wien, jetzt würde er das Ticket für den Nationalrat einlösen. „Die Partei lässt sich auch von Wien aus führen.“ Das Vor und Zurück des Parteichefs hat für Unruhe in den eigenen Reihen gesorgt. Reheis hat über die Bundesliste Chancen, ein Mandat zu ergattern. Die Voraussetzungen sind, dass die SPÖ auf Bundesebene gleich abschneidet wie 2008. Damals stürzten die Roten von 35 auf 29 Prozent ab. In Tirol verzeichnete die SPÖ ein Minus von fünf Prozentpunkten und landete bei 18 Prozent. Das ist immer noch mehr, als die SPÖ bei den Landtagswahlen heuer im April eingefahren hat. Da waren es 13,7 Prozent.

Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl ist Gisela Wurm. Sie glaubt, „dass das Ergebnis am Sonntag jenes der Landtagswahl toppen wird“. 30.000 Euro habe man für den Wahlkampf eingesetzt. „Ich habe ein gutes Gefühl für die Wahl.“ Für das leibliche Wohl teilte Wurm samt Parteihelfern Speckknödelsuppe aus. Samt Tiroler Knödel nach Wien dürfte es auch Max Unterrainer schaffen. Er hätte dann das zweite Tiroler Mandat inne. Bekommt Reheis das dritte Ticket, dreht sich im Landtag das Personalkarussell. Die große Frage ist, wer den Job des Klubobmannes übernehmen wird. Da gibt es einige Anwärter: Ex-Klubobmann Hans-Peter Bock sitzt seit Kurzem im Bundesrat, Ex-Landtagsabgeordneter Klaus Gasteiger auf der Reservebank. Thomas Pupp ist derzeit stellvertretender Klubobmann.

Zuversichtlich für die Wahl am Sonntag zeigte sich ÖGB-Chef Otto Leist. „Es müsste besser laufen für die SPÖ als bei der Landtagswahl“, meinte er.

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