Literatur

Als das Städtchen Longarone im Schlamm versank

Vor 50 Jahren tötete ein Tsunami, der vom italienischen Vajont-Stausee ins Tal stürzte, 2000 Menschen. Eine Zeugin erzählte in Innsbruck von der Kraftwerk-Katastrophe.

Von Sabine Strobl

Innsbruck –Die 60er-Jahre waren die Zeit der Wasserkraftwerke, immer größere und wagemutigere wurde gebaut. Das Prestige-Projekt im Vajont-Tal ging auf die Zeit Mussolinis zurück. Trotz des Widerstands der Bevölkerung, bedenklicher Erdbeben und der Warnungen von Gutachtern auch aus Österreich baute der Stromerzeuger SADE die damals größte Bogenstaumauer der Welt. In der Nacht vom 9. Oktober 1963 kam es zur Katastrophe. Ein Bergrutsch am gefürchteten Monte Toc war die Ursache. Gigantische Mengen von Gestein stürzten in den Stausee, der 150 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen hatte. Eine 140 Meter hohe Flutwelle ergoss sich ins Tal. Das Städtchen Longarone wurde komplett zerstört. Von den 1400 Einwohnern überlebten 40.

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