Von 30 Grad bis Wintereinbruch: „Alles normal“ im September

Nach Hochwasser, Hitze und Trockenheit gibt es für Österreich endlich wieder mal eine Monats-Wetterbilanz nahe am Mittelmaß.

Wien/Innsbruck - Am 6. September war es in Innsbruck 30,3 Grad heiß, Mitte des Monats schaute in höheren Lagen Österreichs kurz der Winter vorbei: „Nach den vielen Extremereignissen der letzten Monate, mit Hochwasser, Hitze und Trockenheit, fällt die September-Bilanz fast schon ungewöhnlich normal aus“, zog Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Samstag kurz vor Monatsende Bilanz.

„Normal“, das bedeutete im September 2013: Die Temperatur lag österreichweit nur 0,4 Grad Celsius über dem Mittel, die Sonnenscheindauer war mit einem Minus von zehn Prozent nur knapp darunter. „Der Wintereinbruch Mitte des Monats war für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Er brachte bis auf etwa 1500 Meter Seehöhe eine Schneedecke und war nach ein bis zwei Tagen auch schon wieder vorbei“, sagte Orlik. Am kältesten in einem bewohnten Ort war es am 25. September mit minus 1,9 Grad in St. Michael im Salzburger Lungau. Die Gemeinde liegt auf 1052 Meter Höhe.

Geregnet hat es im Großteil des Landes durchschnittlich große Mengen. Deutlich nasser als sonst war es im Gebiet vom Arlberg bis Seefeld mit einem Plus von 75 bis 100 Prozent. Der meiste Niederschlag wurde mit 298 Millimeter in Sulzberg in Vorarlberg gemessen. Am trockensten fiel der Monat laut ZAMG mit nur 40 Millimeter Regen in Schöngrabern in Niederösterreich aus.

Höchsttemperatur in Innsbruck

Die meisten Sonnenstunden - 215 - verbuchte die Kärntner Gemeinde Dellach. Am wärmsten - um 0,5 bis 1,6 Grad wärmer als im Mittel - war es in den inneralpinen Landesteilen vom Tiroler Unterland bis in die Obersteiermark sowie Kärnten und Osttirol. Die absolut höchste Temperatur wurde am 6. September mit 30,3 Grad an der ZAMG-Wetterstation Innsbruck-Universität gemessen. Das höchste Septembermittel der Lufttemperatur gab es in der Wiener Innenstadt mit 16,4 Grad (Abweichung minus 0,4 Grad). Abseits der Städte war Neusiedl am See im burgenländischen Seewinkel mit 15,7 Grad (Abweichung minus 0,3 Grad) die wärmste Klimastation.

Die Sonne hat sich in Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und im Nordburgenland etwas weniger oft blicken lassen als sonst - das Defizit lag laut ZAMG bei 15 bis 20 Prozent. Im Süden und Westen schien die Sonne in etwa dem Mittelwert entsprechend. Am sonnigsten war es in Osttirol und Kärnten: In Lienz, Villach, Sillian und Dellach strahlte die Sonne rund 200 Stunden. (APA)


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