Glücklose Haie stolperten erneut

Die Eishockey-Cracks des HC Innsbruck bezogen innerhalb von 24 Stunden die zweite Niederlage: 3:5 in Znojmo.

Von Daniel Suckert

Innsbruck –Es war HCI-Schlussmann Adam Munro zu verdanken, dass die Haie 24 Stunden nach der 0:5-Klatsche bei den Vienna Capitals nur mit einem 0:1-Rückstand bei Znojmo (TCH) in die erste Drittelpause gingen. Am Ende nützten die Paraden des HCI-Goalies auch nichts – die Haie blieben glücklos, bezogen zu viele Strafen und mussten nach 60 Minuten eine 3:5-Niederlage hinnehmen.

Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, da hatten bereits die HCI-Cracks Shane Sims (1.) und Marek Malik (3.) wegen Beinstellens auf der Strafbank Platz genommen. Insgesamt brachten es die HCI-Cracks auf 16 Strafminuten.

In der neunten Minute Pech für die Innsbrucker: Der Schuss von Hanschitz prallte von der Querlatte zurück aufs Eis, im Gegenzug jubelte Znojmo über die 1:0-Führung durch Patrik Novak (9.).

Der Rückstand ließ den HCI trotzdem nur schwer in die Gänge kommen. Die Offensive der Tschechen blieb am Drücker. Einzelne Konter brachten zwar etwas Entlastung, der Ausgelichstreffer wollte aber nicht gelingen. So war der knappe Rückstand nach dem ersten Drittel die beste Nachricht für die Haie.

Die Pausen-Ansprache von HCI-Coach Danny Naud trug zunächst Früchte: Die Innsbrucker schafften durch Goalgetter Alex Höller (22.) das 1:1. Wer jetzt an eine HCI-Druckphase dachte, der wurde postwendend enttäuscht. Ein Fehler in der Tiroler Abwehr ermöglichte den Gastgebern die erneute Führung: Antonin Boruta (24.) war in Unterzahl zur Stelle. Kurz kam bei den Tirolern beim 2:2-Ausgleich durch Justin Donati (29.) Hoffnung auf – diese währte aber nicht allzu lange. Der Schuss von Znojmo-Angreifer Martin Podesva (37.) wurde abgefälscht und stellte den Ein-Tore-Vorsprung wieder her.

Schlimmer geht es allerdings immer: In der 39. Minute zeigten die Tschechen durch das Tor von Adam Havlik (39.), was Effektivität bedeutet. Bitter für die Innsbrucker, die im Mitteldrittel zwar besser mithielten, aber nichts Zählbares verbuchen konnten. Im dritten Drittel legten die HCI-Cracks noch einmal alles in die Waagschale – die Chance auf die Wende vergaben die Haie aber bei einem fünfminütigen Überzahlspiel.

Zwei Minuten vor der Schlusssirene nahm Headcoach Naud noch Torhüter Munro vom Eis. Znojmo nützte das und sorgte mit dem 5:2 (Seda 59.) für die endgültige Entscheidung. Der zweite Treffer von Alex Höller war am Ende nicht mehr als Ergebniskorrektur. Naud: „Das war heute nicht das Gelbe vom Ei. Das Positive: Wir waren immer dran.“


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