Kitzbühel siegte mit nur acht Feldspielern

Trotz zwei Ausschlüssen triumphierten die Gamsstädter bei Mötz/Silz. Im zweiten Sonntagsspiel gewannen die Haller Löwen in Hippach.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –„Meine Mannschaft hat einfach eine sensationelle Moral.“ Kitzbühel-Trainer Alexander Markl war auch eine halbe Stunde nach dem 2:1-Sieg bei Mötz/Silz immer noch richtig aufgekratzt. Kein Wunder. Schließlich hatte seine Mannschaft mit zwei Spielern weniger (Rot für Manuel Schmid, Gelb-Rot: Karol Solciansky) 2:1 gewonnen. Und damit für ein positives Ende einer emotionalen Achterbahnfahrt für den Trainer gesorgt.

Zuerst zwei fragliche Ausschlüsse, dann ein Traumfreistoß von Luka Dzidziguri zum 2:1-Führungstreffer in der 83. Minute und zum Drüberstreuen auch noch ein verschossener Elfmeter der Mötzer in der Nachspielzeit. „Ein glücklicher, aber verdienter Sieg für uns“, grinste Markl deutlich mitgenommen.

Mötz/Silz-Coach Aleks Matic, der die erste Niederlage mit seinem neuen Verein hinnehmen musste, nahm die Schlappe locker: „Es ist blöd gelaufen. Aber wir waren in Überzahl nicht in der Lage, Kitzbühel auszuspielen.“

Ausgespielt hat der SV Hall den SK Hippach beim 2:0-Erfolg laut Trainer Sepp Pranter des Öfteren. „Wir haben aber zu viele Chancen vergeben und das Spiel so spannend gehalten“, meinte der Löwen-Dompteur. Hippach-Trainer Franz Gruber sah hingegen ein „ausgeglichenes Match, bei dem ein Punkt für uns durchaus möglich gewesen wäre“.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Ein Phänomen bleibt der SVI. Nach einem durchwachsenen Saisonstart (ein Sieg und vier Niederlagen) folgte genau vor einem Monat der Turnaround. Am 30. August siegten die Innsbrucker in Zirl mit 1:0. Was folgte, war eine beeindruckende Serie mit 16 Punkten aus sechs Spielen. Nur gegen Hippach (1:1) gaben Daniel Heissenberger und Co. einen Punkt ab. Auch beim 3:0 gegen Fügen präsentierten sich die Innsbrucker als eine funktionierende Einheit. Der SVI also das Team der Stunde?

„Es schaut so aus“, grinst Trainer Hans Glabonjat, der wieder einmal hochkarätige Abgänge (u. a. Seelaus) mit jungen Spielern auffangen musste. „Wir haben aktuell eine gute Serie.“ Der Star ist in der Wiesengasse die Mannschaft. „Ich kann keinen Einzelnen herausheben. Wir haben viele gute Fußballer und ein starkes Kollektiv“, lobt Glabonjat.

Das bestätigt auch Alois Schönherr. Der Trainer von Fügen sah am Samstagabend eine „fußballerisch starke Innsbrucker Mannschaft“. Kommende Woche will das Kollektiv den SV Matrei auf die Hörner nehmen.


Kommentieren


Schlagworte