Tiroler mögen Karlheinz Töchterle und Georg Willi

Auf drei Ebenen konnten bei der Nationalratswahl Vorzugsstimmen vergeben werden. In Tirol heimsten Karlheinz Töchterle und Georg Willi die meisten Stimmen ein.

Innsbruck – Bei der Nationalratswahl am vergangenen Sonntag konnten die Wähler Vorzugsstimmen für Kandidaten auf Regional-, Landes-, und erstmals auch auf Bundesebene vergeben. Im Ranking der Parteien auf Tiroler Landesebene ist die ÖVP dabei mit 4463 Stimmen für Spitzenkandidat Karlheinz Töchterle klarer Spitzenreiter. Die Grünen – in Tirol viertstärkste Partei – sind bei den Vorzugsstimmen ganz vorne dabei: Der Listenerste Georg Willi landet mit 2128 Stimmen hinter Töchterle auf Platz zwei. Im Parteienranking drittplatziert ist die FPÖ, wo Gerald Hauser als Listenzweiter mit 702 Stimmen Spitzenkandidat Peter Wurm (511) ausstach. Für eine Vorreihung war das zwar weit zu wenig – fast das zehnfache wäre nötig gewesen – aber Hauser wird dennoch das eine blaue Landesmandat bekommen – weil Wurm das Wahlkreismandat annimmt.

Mit 393 Vorzugsstimmen für Gisela Wurm belegt hier die SPÖ Platz vier. Auf den Rängen folgen NEOS mit Brigitte Gerhold (199), das BZÖ mit Gerhard Huber (161) das Team Stronach mit Walter Jenewein (138) und die KPÖ und die Piraten mit je 29 Stimmen für Roland Steixner und Wolfgang Samsinger. Mehr als 1000 Vorzugsstimmen erhielten zudem Georg Keuschnigg (1609) und Franz Hörl (1016) von der ÖVP und Aygül Berivan Aslan von den Grünen (1073), die sich im Gesamtranking aller Kandidaten damit die Plätze hinter Töchterle und Willi sichern konnten. Vorreihungen haben die Vorzugsstimmen – trotz etwas verringerter Hürde – in Tirol keine bewirkt.

ÖVP-Kandidaten dominierten, nur nicht in Innsbruck

Auf Regionalebene dominierten Kreuzerl für ÖVP-Kandidaten. Außer in Innsbruck, wo Georg Willi mit 4679 Stimmen mit Respektabstand zu SPÖ-Kandidatin Gisela Wurm (2003) und Daria Sprenger (ÖVP, 1414) auf Platz eins rangiert. In den anderen Regionalwahlkreisen erhielten jeweils ÖVP-Kandidaten die meisten Vorzugsstimmen: In Innsbruck Land Hermann Gahr (9711), im Tiroler Unterland Josef Lettenbichler (6473), im Oberland Elisabeth Pfurtscheller (4692) und in Osttirol Silke Steiner (3091).

Wie viele Vorzugsstimmen insgesamt abgegeben wurden, dazu liegen der Landeswahlbehörde keine Zahlen vor. Die meisten Vorzugsstimmen wurden jedoch mit Abstand auf Regionalwahlkreisebene abgegeben. Das dürfte laut einem Sprecher der Landeswahlbehörde vor allem daran liegen, dass der Wunschkandidat hier einfach am Stimmzettel angekreuzt werden konnte, während auf Landes- und Bundesebene Name oder die Reihungsnummer des Bewerbers händisch eingetragen werden musste. Zudem hätten die Wähler zu Kandidaten aus ihrem Regionalwahlkreis meist mehr Bezug als zu Kandidaten auf Landes- oder Bundesebene, wo die Vergabe einer Vorzugsstimmen dem Sprecher zufolge „eher die Ausnahme“ gewesen sei.

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Über 1000 Stimmen auf Bundesebene erhielten lediglich Vizekanzler Michael Spindelegger, Sebastian Kurz (beide ÖVP), FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sowie Eva Glawischnig und Georg Willi (beide Grüne). (tt.com)

Alle Detailergebnisse unter http://wahlen.tirol.gv.at/nationalratswahl_2013/index.html

Aktuelles zur Nationalratswahl finden Sie im TT-Online-Wahlblog: http://go.tt.com/1bvQaP5


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