Ministerium bestätigt Tötung von Sicherheitsbeamten im Jemen

Die Berichte über eine versuchte Entführung einer deutschen Botschafterin seien laut Außenministeriums-Sprecherin „unzutreffend“.

Sanaa/Berlin - Das deutsche Außenministerium hat die Tötung eines Deutschen in Jemens Hauptstadt Sanaa bestätigt. „Wir müssen leider bestätigen, dass ein deutscher Sicherheitsbeamter, der an der Botschaft in Sanaa tätig war, in Jemen getötet wurde“, teilte eine Sprecherin am frühen Montagmorgen mit. Das Auswärtige Amt und die Botschaft stünden mit allen relevanten Stellen in Kontakt, auch mit den jemenitischen Behörden, und seien bemüht, den Sachverhalt und die Hintergründe der Tat aufzuklären. Berichte über einen Entführungsversuch der deutschen Botschafterin wies die Sprecherin zurück. Diese seien unzutreffend, hieß es.

Jemenitische Medien hatten berichtet, Angreifer wollten den Deutschen vor einem Einkaufszentrum im Süden der Stadt entführen. Als er sich gewehrt habe, sei er getötet worden. Ein Korrespondent des Fernsehsenders Al-Arabiya sagte, das eigentliche Ziel des Angriffs sei die deutsche Botschafterin gewesen.

Die deutsche Botschaft in Sanaa war erst im August wegen einer akuten Terrorwarnung für zwei Wochen geschlossen worden - auch andere westliche Vertretungen schlossen ihre Pforten. Im krisengebeutelten Jemen ist die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) aktiv. Westliche Geheimdienste halten sie derzeit für einen der gefährlichsten Ableger des Terrornetzwerkes weltweit. (APA/dpa)

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