Eltern verlangen eine Ampel

Nach Unfall auf der Brixentaler Straße in Wörgl wurden 500 Unterschriften für eine bessere Schulwegsicherung gesammelt.

Wörgl – „So geht’s nicht weiter“, sind sich gut 500 Anrainer der Brixentaler Straße in Wörgl einig und fordern mittels Unterschriftenaktion die Installierung einer Druckknopfampel beim Zebrastreifen auf der Höhe von Kik und Spar. Im Mai dieses Jahres wurde ein 19-jähriges Mädchen auf dem Zebrastreifen von einem Pkw-Lenker, der einen Traktor überholte, überfahren und lebensgefährlich verletzt. Sie hat überlebt, ist von den Unfallfolgen aber immer noch beeinträchtigt. „Das war ein Schock für uns alle und ein Signal, dass wir etwas unternehmen müssen“, schildert Iris Gaun-Moser den Anstoß für die folgende Unterschriftenaktion, die binnen kurzer Zeit über 500 Unterzeichner fand. Sie beobachtete schon oft Raser und gefährliche Situationen und ärgert sich, wenn Autofahrer in der Früh einfach nicht stehen bleiben, um Schulkinder über den Schutzweg zu lassen. „Wir sorgen uns um die Sicherheit unserer Kinder“, sagt Heiko Haas, der gemeinsam mit Iris beim Infoabend das Aufstellen einer Fußgängerampel forderte und bis dahin die Schulwegsicherung durch die Polizei anregte.

In unmittelbarer Nähe des Zebrastreifens befinden sich zahlreiche Ein- und Ausfahrten von Betrieben und Geschäften sowie die Kreuzung mit der Federerstraße, die als Verbindung zur Salzburger Straße viel frequentiert wird. Verschärft wird das Problem der Unübersichtlichkeit durch eine Werbetafel, die bei einer Ausfahrt die Sicht nimmt.

„Wir werden den Schutzweg künftig verstärkt überwachen und Radarmessungen durchführen“, kündigte Chefinspektor Hubert Baldemair von der Polizeiinspektion Wörgl an und verwies hinsichtlich der Werbetafel an die Stadt, die dafür zuständig sei. BM Hedi Wechner sagte zu, sich darum zu kümmern und das Anliegen neuerlich im Verkehrsausschuss zu behandeln. Vor Jahren sei das Aufstellen einer Fußgänger-Druckknopfampel von der Bezirkshauptmannschaft abgelehnt worden, da der Zebrastreifen „auf beiden Seiten gut einsehbar ist“.

Darauf, dass die Entwicklung in diesem Bereich der vergangenen Jahre bei einer neuen Beurteilung berücksichtigt wird, setzt auch Walter Ruml von der Stadtpolizei. „Ins Gewicht fällt, dass die Brixentaler Straße ein Schulweg ist.“ (vsg)

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