Wirtschaftslage schreckt Investoren ab: Weniger Direktinvestitionen

Wien - Die schwierige Wirtschaftslage schreckt Investoren ab: Sowohl die aktiven als auch die passiven Direktinvestitionen zählten im ersten...

Wien - Die schwierige Wirtschaftslage schreckt Investoren ab: Sowohl die aktiven als auch die passiven Direktinvestitionen zählten im ersten Halbjahr 2013 zu den schwächsten der vergangenen Jahre, gab die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Montag bekannt. Die Investitionen österreichischer Investoren im Ausland beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf 2,3 Mrd. Euro. Umgekehrt waren auch die Investitionen ausländischer Investoren in Österreich mit 2,4 Mrd. Euro deutlich unterdurchschnittlich.

Anders gestaltet sich die dagegen die Ertragslage. Heimische Investoren lukrierten im ersten Halbjahr 2013 mit 5,3 Mrd. Euro Dividendenzahlungen nahe den historischen Höchstständen. Die Dividendenabflüsse aus Österreich beliefen sich bisher auf 2,6 Mrd. Euro und waren damit geringer als zuletzt.

Die bedeutendsten Investitionen tätigten im Halbjahr der Stromkonzern Verbund, der sein Investment in der Türkei gegen Wasserkraftwerke in Deutschland tauschte, und der Mineralölkonzern OMV, der sein Engagement in der Nordsee erweiterte. Weitere große Investitionen gab es in den Bereichen Maschinenbau und Metallerzeugung. Die meisten Investitionen zog Deutschland an (2,3 Mrd. Euro). Dahinter folgten Norwegen (0,7 Mrd. Euro) und Kroatien (0,5 Mrd. Euro). Deutlich zurückgegangen sind die Investitionen österreichischer Investoren in der Türkei (-1,9 Mrd. Euro) und Kasachstan (-0,3 Mrd. Euro).

Umgekehrt sei die bedeutendste Transaktion im Halbjahr, die Übernahme des französisch dominierten Mobilfunkbetreibers Orange durch die chinesische Hutchinson Whampoa, aus österreichischer Sicht ein „neutraler“ Eigentümerwechsel gewesen, schreibt die OeNB. Nur die damit einhergehende Übertragung des Mobilfunk-Diskonters Yesss! an die Telekom Austria stelle eine Desinvestition dar. Aus Deutschland und Luxemburg flossen je 1 Mrd. Euro zu, von karibischen Offshore-Zentren 0,5 Mrd. Euro. Kleinere Beträge kamen aus Australien, Irland, Italien, der Türkei und Frankreich. Diesen stünden dreistellige Millionenbeträge gegenüber, die von Belgien, Korea, den Niederlanden, Großbritannien, der Schweiz und Thailand abgezogen wurden. (APA)

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