Lindner genießt Maliks Führung

Nach dem 4:5 gegen den KAC spielen die Haie heute (19.15) in Villach.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. In der Erste Bank Eishockeyliga geht’s im Oktober an insgesamt zwölf Spieltagen Schlag auf Schlag. Deswegen reisen die Innsbrucker Haie nach der 4:5-Heimniederlage gegen Rekordmeister KAC am Sonntag bereits heute Mittag wieder nach Villach.

„Es geht kräftig zu“, betont David Lindner, der die bittere Niederlage gegen den KAC nach einer 4:2-Führung auch schon wieder abgehakt hat: „Wir haben uns gut verkauft und müssen halt auch noch lernen, mit einer Führung im Rücken zu spielen. Das hatten wir in der Vorsaison ja nicht so oft ...“

Wie bei allen anderen Haien ist auch die Brust bei David Lindner in den ersten neun Runden der neuen Saison kräftig gewachsen. Das 22-jährige Eigengewächs blüht nicht nur in der Plus-Minus-Statistik (mit plus sieben gemeinsam mit Lukas Jurik bester Hai) neben dem 38-jährigen Routinier Marek Malik auf: „Als Newcomer war es letzte Saison schwierig. Wir haben uns entwickelt und angepasst. Jetzt ist viel drinnen“, spricht Lindner übers Kollektiv, ehe er in der zweiten Verteidigungslinie seinen Blick hinüber zu seinem erfahrenen Nebenmann Malik (plus 5) lenkt: „Ich finde es total lässig, neben ihm zu spielen. Er hat viel Erfahrung, spricht viel mit mir und gibt mir Sicherheit. Außerdem lässt er mich auch mitspielen, gibt mir die Scheibe und schenkt mir Vertrauen.“

Coach Danny Naud nickt: „David hat Talent. Vielleicht hat er genau einen Führungsspieler wie Malik gebraucht.“ Was einst Ex-NHL-Veteran Rem Murray in der Nationalliga jahrelang für die Stürmer war, soll ja jetzt der Ex-NHL-Crack für die Verteidiger sein – ein lebender Erfahrungsschatz, um für die hauseigene Entwicklung zu profitieren.

Der Blick, so Naud nach dem KAC-Match, werde ohnehin nur nach vorne gerichtet. Und da wartet heute in Villach der nächste heiße Tanz. Gegen die Adler sind die Innsbrucker seit ihrer Rückkehr in die Erste Bank Eishockeyliga ebenso noch sieglos wie gegen die Vienna Capitals und Linz. Kommt Zeit, kommt Rat. Das heutige Motto lautet einmal mehr „Schau’n ma mal“ oder „so teuer wie möglich verkaufen“. Verteidiger Craig Switzer (Schulter) und Andi Hanschitz (Infektion) werden voraussichtlich erst am Freitag beim Heimspiel gegen Znojmo ins Haie-Aufgebot zurückkehren.


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