Serbien-Kosovo: Streit um Einreiseverbot gelöst

Serbiens Staatsfunktionäre dürfen erneut den Kosovo besuchen.

Prishtina/Belgrad/Brüssel - Den Ministerpräsidenten Serbiens und des Kosovo, Ivica Dacic und Hashim Thaci, ist es am Montagabend unter Vermittlung der EU-Außenpolitikbeauftragten Catherine Ashton in Brüssel gelungen, die Frage der umstrittenen Besuche von serbischen Staatsfunktionären im Kosovo zu lösen. Die Regierung in Prishtina hatte in der Vorwoche solche Besuche während des Wahlkampfes für die Lokalwahlen am 3. November untersagt. Belgrad hatte daraufhin mit der Einstellung des Dialogs mit Prishtina gedroht.

Den serbischen Funktionären würden die Besuche im Kosovo genehmigt werden, würden sie die offizielle Verfahrensweise einhalten und den Besuchsantrag an Prishtina richten, sagte der kosovarische Regierungschef Hashim Thaci laut dem Belgrader Sender „B-92“ nach dem gut dreieinhalbstündigen Treffen. Die Bewegungsfreiheit könne niemandem verweigert werden, meinte Thaci weiter.

Dacic machten keinen Hehl aus seiner Zufriedenheit über die Resultate des Gesprächs. Es würde sich um „eines der erfolgreichsten Treffen“ in Brüssel seit Ende des Vorjahres handeln, so der serbische Regierungschef.

Dacic musste in der Vorwoche wegen eines von der kosovarischen Regierung erlassenen Besuchsverbotes auf einen geplanten Besuch im Kosovo zu Beginn des Wahlkampfes verzichten. Er hatte daraufhin mit dem Boykott weiterer Gespräche mit Thaci gedroht.

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Die Wahlen stellen einen Schritt zur Bildung der zwischen Belgrad und Prishtina im April vereinbarten Gemeinschaft der serbischen Gemeinden und damit zur weiteren Entspannung der Beziehunghen der beiden Länder dar. (APA)


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