Bypass fürs staugeplagte Obergricht

Die Reschenstraße soll in Prutz in den „Keller“ verlegt werden. Das Land will bis 2017 eine Unterführung bauen.

Von Matthias Reichle

Prutz – Über 26.000 Pkw brausen an Spitzentagen auf der Reschenstraße durch Prutz. Zum Urlauberwechsel staut es sich regelmäßig vom Ort bis zurück zum Landecker Tunnel. Der Grund für den Infarkt ist eine ampelgeregelte Kreuzung bei der Innbrücke. Einheimische lassen an solchen Tagen ihr Auto lieber stehen und bleiben daheim.

Seit Jahrzehnten kämpft die Gemeinde nun bereits um eine Unterführung – und hat mit ihrer Hartnäckigkeit Erfolg. Bis 2017 soll die Reschenstraße im Bereich der Kreuzung unter Tage verlegt werden. Kürzlich präsentierte das Land dem Gemeinderat vier mögliche Varianten für den Ausbau – zwei längere und zwei kürzere.

„Wir haben uns für eine kurze Variante mit einem Kreisverkehr ausgesprochen“, betont Bürgermeister Walter Gaim. Der Durchzugsverkehr soll künftig unterirdisch geführt werden. Darüber hinaus sind noch weitere Lärmschutzmaßnahmen geplant.

Das Projekt dürfte das Land bis 2017 geschätzte sechs bis sieben Millionen Euro kosten. „Es ist bereits fix im Straßenbauprogramm eingeplant“, versichert Robert Zach von der Landesbaudirektion. Wenn die Verhandlungen mit allen Betroffenen positiv verlaufen, soll 2015 mit der Umsetzung begonnen werden. „Die Hauptbauzeit wird 2016 sein.“ Auch für den Straßenbau-Profi ist das Projekt eine Herausforderung. Mit der zweispurigen Unterführung wird nämlich auch die Innböschung berührt. Die Arbeiten sollten deshalb einerseits in der wasserarmen Zeit, sprich im Winter, stattfinden, andererseits aber auch den saisonalen Spitzen auf der Reschenstraße ausweichen. Ziel sei, den Verkehr trotz der Arbeiten zweispurig aufrechtzuerhalten.


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