Mit Mauleseln und Eseltreibern durch das Buri Gandaki Tal

Unser Expeditionsteam ist auf dem Rückweg nach Kathmandu und genießt die idyllischen Landschaften Nepals.

© Hannes Gröbner

Aus Nepal: Hannes Gröbner (Expeditionsleiter)

Von Namrung aus startend zieht unsere Lastenkarawane mit Mauleseln und Eseltreibern durch das tief eingeschnittene Buri Gandaki Tal. Wild brausende Schluchten wechseln ab mit weit terrassierten Reisfeldern. Ab und an passieren wir ein paar Häuser von Bauern oder die eine oder andere Lodge. Das Gehen ist kurzweilig, unsere Gedanken die meiste Zeit schon bei unseren Liebsten Zuhause. Jetzt, da alle Anspannung und der wichtigste Teil der Reise geschafft ist, wird die Vorfreude auf Daheim mit jedem Tag größer.

Auf den langen Etappen ist genügend Raum und Zeit die Erlebnisse vom Berg für sich selbst zu betrachten oder die eine oder andere kleine Geschichte mit den anderen auszutauschen. Der Erfolg unserer Expedition arbeitet in uns, bewegt uns. Hinzu kommen die derzeit noch intensiven und vollen Tage der Rückreise. Das tägliche Hantieren mit dem Gepäck, die bunten Eindrücke entlang des Trails.

Selbst wenn ich diese Strecke schon oft gewandert bin, jedes Mal entdecke ich Neues und freue mich teils über Schönes oder bedaure den derzeit allzu heftigen Einzug des Tourismus in dieses noch vor kurzem sehr abgelegene Tal.

Nach einer langen Etappe kommen wir in der Dunkelheit nach Ekle Bhatti. Ein kleines Dorf mit nur wenigen Häusern kurz nach der Talkreuzung zu unserer Anmarschroute über den Rupina La. Ab hier Tal auswärts ist die Strecke für uns neu.

Müde bauen wir die Zelte auf und verkriechen uns nach dem Abendessen schon bald in unseren Schlafsäcken. Der nächste Tag bringt eine weitere lange Etappe. Man merkt an unseren Etappenlängen, dass wir ohne einen Tag zu verlieren nach Kathmandu wollen, um uns dort noch ein paar schöne Tage zu machen.


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