Emmy-Chancen für zwei ORF-Koproduktionen

Mit „Spuren des Bösen“ und „Das Wunder von Kärnten“ gehem gleich zwei Filme von Regisseur Andreas Prochaska ins Rennen um die International Emmy Awards.

New York, Wien - Mit gleich zwei Koproduktionen in der Regie von Andreas Prochaska ist der ORF im Rennen um die International Emmy Awards. Heino Ferch darf sich für seine Rolle in „Spuren des Bösen - Racheengel“ Hoffnungen auf eine Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller machen, während „Das Wunder von Kärnten“ in der Kategorie TV-Film/Mini-Serie nominiert ist. Bei beiden Produktionen stand dem ORF das ZDF als Produktionspartner zur Seite. Die International Emmy Awards werden am 25. November in New York verliehen.

Die Preise sind die Auslandssparte der US-amerikanischen Emmys. Es ist eine wichtige Auszeichnung, auch wenn sie nicht annähernd so viel Glanz hat wie die „Primetime Emmys“, die jedes Jahr im September verliehen werden. Vom amerikanischen Publikum werden sie in der Regel nicht übermäßig wahrgenommen, doch in Fachkreisen sorgt schon eine Nominierung immer wieder für Aufsehen.

Der 50-jährige Ferch gibt in „Spuren des Bösen - Racheengel“ den eigenbrötlerischen Psychiater und Verhörspezialisten Richard Brock, der zufällig Geisel in einem Wiener Buchladen wird. Unvermutet erschießt sich der Gangster - und Ferch versucht die Hintergründe der Bluttat herauszufinden. Regie führte, wie schon bei den ersten beiden Filmen der „Spuren des Bösen“-Reihe, Andreas Prochaska („In 3 Tagen bist du tot“). Der dritte Teil „Zauberberg“ ist am 4. Dezember auf ORF 2 zu sehen. Zwei weitere Episoden wurden bereits angekündigt.

„Das Wunder von Kärnten“ ist ebenfalls in Zusammenarbeit von ORF und ZDF entstanden und von Prochaska inszeniert worden. In dem Ärztedrama geht es um einen jungen Mediziner, der auf sich allein gestellt eine Notoperation an einem dreijährigen Mädchen vornehmen muss, um das Kind zu retten. Die Hauptrollen spielen Ken Duken und Julia Koschitz. Der Film erreichte der Produktionsfirma Rowboat zufolge im vergangenen Jahr im ZDF einen Marktanteil von 17,1, beim ORF sogar von 33 Prozent.

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Die International Emmys werden in zehn Sparten vergeben, es gibt jeweils vier Nominierungen. Überdurchschnittlich oft gewinnen die Briten. Kritiker führen das auf die Sprache zurück: Für die amerikanische Jury wirke ein englischer Film einfach griffiger als eine Produktion auf portugiesisch, schwedisch oder deutsch mit Untertiteln. (APA/dpa)


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