Rekordzahl von 76 Ländern im Rennen um Auslands-Statuette

Im Wettstreit um den Auslands-Oscar 2014 machen sich 76 Länder Hoffnung auf die begehrte Filmtrophäe. Österreich schickte die Haushofer-Verfilmung „Die Wand“ ins Rennen.

„Die Wand“ von Julian Pölsler geht für Österreich ins Rennen um den "besten nicht-englischsprachigen Film".
© thimfilm

Los Angeles – Nie zuvor haben sich so viele Länder für einen Auslands-Oscar beworben: 76 Länder schicken für die Preisverleihung 2014 in der Kategorie „bester nicht-englischsprachiger Film“ einen Beitrag ins Rennen. Dies sei eine Rekordzahl, gab die Oscar-Akademie am Montag (Ortszeit) im kalifornischen Beverly Hills bekannt. Für die diesjährige Oscarverleihung hatten 71 Länder Beiträge in den Wettbewerb geschickt.

Österreich hat die Marlen-Haushofer-Verfilmung „Die Wand“ von Julian Pölsler ins Rennen geschickt. In dem Film mit Martina Gedeck erwacht eine Frau in einer Berghütte und findet sich eingeschlossen von einer unsichtbaren Wand, hinter der es offenbar kein Leben mehr gibt. Deutschland reichte das Drama „Zwei Leben“ von Regisseur Georg Maas ein. Zu den Kandidaten im kommenden Jahr gehören nach Angaben der Filmakademie erstmals Beiträge aus Saudi-Arabien und Moldawien. Der Iran ist mit dem neuen Film „Le passe - Das Vergangene“ von Oscar-Preisträger Asghar Farhadi vertreten.

2012 hatte Farhadis Werk „Nader und Simin - eine Trennung“ den Auslands-Oscar gewonnen. Im vergangenen Februar holte das Altersdrama „Amour“ („Liebe“) von Regisseur Michael Haneke den Preis nach Österreich. In den vergangenen sechs Jahren waren mit zwei Mal Haneke, einmal Götz Spielmann („Revanche“) und einmal Stefan Ruzowitzky vier Mal österreichische Regisseure nominiert. Ruzowitzky hatte die Auszeichnung mit „Die Fälscher“ ebenfalls geholt.

Die Oscar-Nominierungen werden am 16. Jänner verkündet. Die 86. Preisvergabe geht am 2. März in Los Angeles über die Bühne. (APA/dpa)

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