Stadtsaal-Barriere bereitet weiterhin Kopfzerbrechen

Imst nahm in den vergangenen Monaten viel Geld in die Hand, um Hürden zu entfernen. Doch der Stein des Anstoßes bleibt vorerst.

Von Alexander Paschinger

Imst –Bürgermeister Stefan Weirather ist froh und stolz, was in den letzten Monaten in Imst auf dem Gebiet der Barrierefreiheit passiert ist. Da war einmal der Lift im Hof der Neuen Mittelschule Oberstadt, der immerhin 120.000 Euro gekostet hat. Dann nahm man doch auch einiges an Asphalt in die Hand, um an den Fahrbahnübergängen mit Abschrägungen Rollstuhlfahrern das Übersetzen zu ermöglichen. „Die Barrierefreiheit beim Musikpavillon haben wir ebenfalls geschafft und beim Friedhof sind wir gerade dran“, so Weirather.

Sogar beim neuen Kreisverkehr Auf Arzill mussten die Pläne geändert werden, um die Unterführung behindertentauglich zu machen. Hier hatte vor allem auch der Verkehrsreferent der Stadt, GR Heini Gstrein, darauf gedrängt, dass es maximal eine Steigung von 5,5 Prozent geben dürfe.

Zuletzt freute sich Weirather als ÖVP-Landtagsabgeordneter über eine Finanzspritze des Landes an die Landwirtschaftsschule LLA Imst: Im Rahmen der Erweiterung des Maria-Luise-Wallnöfer-Hauses als Internat der LLA wird es nämlich auch dort den Einbau eines Liftes geben. Der Kostenpunkt liegt bei 130.000 Euro.

Marianne Hengl, die Obfrau und das Gesicht des Vereines RollOn Austria, lobte in diesem Zusammenhang die Bemühungen der Stadtgemeinde. Hengl hob in einem Schreiben die Arbeiten am Friedhof und auch die Barrierefreiheit des Jugendzentrums hervor: „Wirklich tolle Erfolge, für die wir euch ganz herzlich danken.“

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Hengl hatte die Diskussion in Imst und damit auch die Tätigkeiten ins Rollen gebracht: Es war ein verhinderter Konzertbesuch im Stadtsaal. Denn eine Rampe gibt es ebenso wenig wie einen Lift. Und die Schienen sind wegen der tiefgelegten Elektromotoren der Rollstühle nicht geeignet.

„Der Stadtsaal ist und bleibt vorerst ein Problem“, muss Weirather einräumen. Das Problem: Die gewünschte Rampe kann nicht gebaut werden, weil sich darunter der niederste Teil der Tiefgarage befindet. „Einfacher wäre ein Treppenlift“, meint Weirather. Eine Rampe könnte vielleicht über einen eigenen Zugang von außen geschaffen werden. Denn die 80 Zentimeter Treppe brauchen eine rund zehn Meter lange Auffahrt für Rollstühle.

Für Hengl ist eine Lösung eine Herzensangelegenheit: Immerhin ist für Mai 2014 eine RollOn-Veranstaltung im Stadtsaal angedacht.


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