Rohani zieht erste erfolgreiche Bilanz seiner Amtszeit

Nach 50 Tagen im Amt als Präsident des Irans zieht Hassan Rohani positive Bilanz seiner Arbeit. Besonders zufrieden zeigt sich Rohani mit seiner Außenpolitik.

Der iranische Präsident Hassan Rohani.
© Reuters

Teheran – Erstmals seit Beginn seiner Amtszeit im August hat der iranische Präsident Hassan Rohani am heutigen Dienstag eine erste erfolgreiche Bilanz gezogen. „Die neunte Regierung der Islamischen Republik hat einige Schritte gesetzt, die keine Regierung zuvor gesetzt hat. Außenpolitisch haben wir in den ersten 50 Tagen für 500 Tage gearbeitet“, erklärte der 64 -jährige Kleriker laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Außenpolitisch haben wir in den ersten 50 Tagen für 500 Tage gearbeitet.
Hassan Rohani

Der moderate Pragmatiker verwies in seiner Rede in Teheran auch auf einige konkrete Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft und auf ein Programm, um die angeschlagene wirtschaftliche Situation des Landes zu verbessern.

„Wir sind die erste Regierung gewesen, die den Bauern bereits im September ihr Geld für ihre landwirtschaftlichen Güter, die sie uns verkauft haben, überwiesen hat“, sagte Rohani stolz. Früher war den Landwirten das Geld erst viel später im Jahr ausgezahlt worden. Man werde auch weiterhin daran arbeiten, die Situation des Landes zu verbessern, versprach er.

Rohanis Motto: „Kooperation statt Konfrontation“

Der iranische Präsident war im Juni überraschend zum siebenten Präsidenten des schiitischen Gottesstaates gewählt worden. Anders als sein Vorgänger Mahmoud Ahmadinejad setzt er innen- und außenpolitisch unter dem Motto „Kooperation statt Konfrontation“ auf Diplomatie und auf einen Zugang „weg vom Extremismus“.

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Er will auch den Atomstreit mit dem Westen rund um die umstrittene iranische Urananreicherung, die dem Golfstaat schmerzliche Wirtschaftssanktionen beschert hat, möglichst bald lösen und die auf Eis gelegten Beziehungen zu London und Washington wiederbeleben. (APA)


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