Axams sucht Raum für Kinderbetreuung

Götzens durchkreuzt Axamer Pläne. Wie es mit der Kinderbetreuung weitergeht, bleibt vorerst unklar.

Von Thomas Buchner

Axams –Das Konzept, alle Axamer Kinderbetreuungseinrichtungen unter einem Dach zu vereinen, wäre für die Gemeinde Axams fast mit einer eleganten, kostengünstigen Lösung über die Bühne gegangen. Die Sonderschule sollte in die Neue Mittelschul­e integriert werden und der neugewonnene Platz für die Räume der Polytechnischen Schule verwendet werden. Im nunmehrigen Poly, das die Gemeinde vom Schulverband abkaufen wollt­e, würden dann alle Axamer Kinder betreut werden.

So der Plan, der aber eben nur fast aufgegangen ist, denn der Götzner Gemeinde­rat – die Nachbargemeinde ist ebenso wie Birgitz und Grinzens Mitglied im Schulverband westliches Mittelgebirge – hat zum Ärger und zur Überraschung der Axamer Gemeindevertreter in letzter Sekunde die Zustimmung verweigert. Die schon geplante Bauverhandlung für die Adaptionen musste kurzfristig abgesagt werden.

„Bevor nicht klar ist, wie es in der Schulreform weitergeht, können wir da sicher nicht zustimmen“, erklärt der Götzner BM Hans Payr die Motive in Götzens. Er befürchtet, dass es im Schulzentrum in Axams in Zukunft zu Platzproblemen kommen könnte. „Wenn die Ganz­tagesschule für alle Zehn- bis Vierzehnjährigen kommt, dann werden die Räume wiede­r für die Schule gebraucht“, vermutet Payr.

Für die Gemeinde Axams bedeutet das in der Frage der Zukunft der Kinderbetreuung „zurück an den Start“, denn Planungsaufwand und Beschlüsse für die Schul-Rochad­e waren umsonst. „Wir müssen uns jetzt in den nächsten Wochen neu orientieren“, kann der Axamer BM Rudolf Nagl noch mit keinem Plan B für die Standort­frage aufwarten. Für die neue Kinder­betreuung in Axams waren schon mehrere Plätze, darunter auch das Areal der alten Postgarage im Ortszen­trum im Gespräch – nun heißt es weitersuchen.


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