Rohani: Keine ideologische Mauer um den Iran aufbauen

„Man kann sich nicht mit Rhetorik und Slogans gegen die Welt stellen“, erklärte der iranische Präsident.

Der iranische Präsident Hassan Rohani.
© EPA

Teheran – Der iranische Präsident Hassan Rohani hat sich ausdrücklich gegen die von seinem Vorgänger Mahmoud Ahmadinejad betriebene Politik der Provokation ausgesprochen. „Man kann sich nicht mit Rhetorik und Slogans gegen die Welt stellen, sondern sollte durch eine vernünftige Politik mit ihr konkurrieren“, sagte Rohani am Dienstag bei einem wissenschaftlichen Kongress in Teheran.

Er bezog sich damit auf die Politik Ahmadinejads, die in den vergangenen acht Jahren zur Isolierung des Landes geführt hatte. Man sollte um das Land keine ideologische Mauer aufbauen, sagte der als moderat geltende Rohani, und auch keine Angst vor der Politik anderer Länder haben.

Bei einer Bilanz seiner 50-tägigen Amtszeit konnte er sich einen weiteren Seitenhieb gegen seinen Vorgänger nicht verkneifen. „Besonders außenpolitisch haben meine Kollegen und ich in diesen 50 Tagen mehr erreicht als Manche in 500 Tagen“, sagte er nach Angaben der Agentur Isna. Am Ende seines Aufenthalts in New York im September hatte Rohani sogar ein kurzes Telefonat mit US-Präsident Barack Obama geführt. Es war der erste Kontakt der Staatschefs der beiden verfeindeten Länder nach über 34 Jahren. (APA/dpa)


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