Ausstellung im Gedenken an Heinrich Müller

Fieberbrunn – Der Heimatverein Pillersee widmet dem Maler und Bildhauer Heinrich Müller eine Ausstellung. Als Anlass wurde der 100. Geburtst...

Fieberbrunn –Der Heimatverein Pillersee widmet dem Maler und Bildhauer Heinrich Müller eine Ausstellung. Als Anlass wurde der 100. Geburtstag gewählt, den Müller heuer feiern hätte können. Die Spuren des Malers sind heute noch in Fieberbrunn zu sehen. Unter anderem schnitzte Müller die Kirchenpatrone Primus und Felizian, die nach dem letzten Umbau einen Platz vorm Kirchenportal bekommen haben, wo sie heute noch hängen.

Der gebürtige Wiener war während des Zweiten Weltkrieges in Russland stationiert und kam nach dem Krieg nach Fieberbrunn, wo er mit seiner Frau fortan wohnte. Dabei war seine neue Heimat nicht gerade der beste Boden für einen akademischen Maler. Er lebte mit seiner Frau ein zurückgezogenes und einfaches Leben, da die wenigsten Menschen Geld für Kunst übrig hatten. So malte und schnitzte Müller oft nur für Kost und das führte zu dem Umstand, dass gerade in Pfaffenschwendt und Umgebung viele Werke von Müller hängen und stehen. Später kopierte er große Meister wie Rembrandt oder Defregger als Auftragsarbeiten.

„Heinrich Müller war ein begnadeter Künstler, dessen unschätzbarer Wert zum Großteil als praktisch unverkäufliche Familienstücke ihren Platz in den Häusern in Fieberbrunn – vorwiegend in Pfaffenschwendt – haben“, meinte Heimatsvereins-Obmann Wolfgang Schwaiger bei der Ausstellungseröffnung. Fast alle Exponate sind Leihgaben dieser Familien und die vielen Besucher staunten über die künstlerische Bandbreite von Müller.

Die Ausstellung im Haus Kirchweg 2 (Arzthaus) kann jeweils am Mittwoch von 15 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 12 Uhr bis Ende Oktober besichtigt werden. (ersi, TT)

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