Belgien, Deutschland, Schweiz nur einen Schritt von Brasilien entfernt

Die WM-Qualifikation in Europa biegt auf die Zielgerade ein. Italien und die Niederlande sind schon durch, um die restlichen Tickets wird teilweise noch hart gekämpft.

Wien - Belgien (Gruppe A), Deutschland (Österreich-Gruppe C) und die Schweiz (E) haben es am Freitag in der Hand, als nächste europäische Teams aus eigener Kraft ihr Ticket für die Fußball-WM 2014 in Brasilien zu lösen. Russland (F) ist auf Schützenhilfe angewiesen, um sich vorzeitig für die Endrunde zu qualifizieren. Vor den letzten beiden Spieltagen sind nur Italien (B) und die Niederlande (D) fix durch. In der WM-Qualifikation zählt das Torverhältnis vor dem direkten Duell. Ein Gruppenüberblick vor den letzten beiden Spieltagen in der Fußball-WM-Qualifikation:

GRUPPE A

Tabellenführer Belgien (22) hat vor dem Duell in Zagreb gegen Kroatien (17) fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger und wäre somit auch schon bei einem Unentschieden fix weiter. Die Kroaten können volles Risiko gehen, da von hinten keine Gefahr mehr droht, Platz zwei ist ihnen sicher.

GRUPPE B

Italien ist mit sechs Siegen und zwei Remis bereits durch. Dahinter kämpfen vor allem Bulgarien (13) und Dänemark (12) um den zweiten Platz. Die Bulgaren könnten diesen mit einem Sieg in Armenien fixieren, allerdings nur wenn die Dänen zu Hause gegen Italien verlieren. Zumindest kleine Chancen dürfen sich auch noch Tschechien (9) und Armenien (9) ausrechnen.

ÖSTERREICH-GRUPPE C

Deutschland (22) kann mit einem Sieg gegen Irland in Köln die letzten Zweifel über den Gruppensieg beenden. Sollte Österreich (14) in Schweden (17) einen Punkt holen oder gewinnen, könnte sich die DFB-Auswahl auch eine Niederlage leisten. Die Schweden würden sich mit einem Sieg gegen die ÖFB-Auswahl Platz zwei sichern, die viertplatzierten Iren (11) haben im Kampf darum nur mehr theoretische Chancen.

GRUPPE D

Die Niederlande (22) holte sich ihr WM-Ticket mit sieben Siegen und einem Unentschieden souverän. Dass sich Ungarn (14) schon am Freitag den zweiten Rang sichert ist äußerst unwahrscheinlich. Die Magyaren müssten in Amsterdam gewinnen und gleichzeitig auf Niederlagen der Türkei (13/in Estland) und von Rumänien (13/in Andorra) hoffen. Ein direktes Duell des Trios gibt es auch zum Abschluss am Dienstag nicht mehr. Ungarn (Andorra) und Rumänien (Estland) haben dann die leichteren Aufgaben als die Türkei (Niederlande).

GRUPPE E

Die Schweiz (18) hat alle Trümpfe in der Hand und kann im Auswärtsspiel in Albanien den Sack zumachen. Sollten Island (13/gegen Zypern) und Slowenien (12/gegen Norwegen) nicht gewinnen, könnten sich die Eidgenossen auch einen Ausrutscher leisten. Der Kampf um Rang zwei ist hart umkämpft, auch Norwegen (11) und Albanien (10) haben noch Chancen.

GRUPPE F

Russland (18) liegt einen Punkt vor Portugal (17) an der Tabellenspitze. Da eine Niederlage der Portugiesen in Lissabon gegen den Dritten Israel (12), der nur mehr sehr kleine Chancen auf Rang zwei hat, nicht ausgeschlossen ist, dürfen die Russen, die mit dem Auswärtsspiel gegen Luxemburg die deutlich leichtere Aufgabe als der direkte Konkurrent haben, schon mit einem Fixticket am Freitag spekulieren.

GRUPPE G

Bosnien-Herzegowina und Griechenland (je 19) liegen nach Punkten zwar gleichauf, die Bosnier haben allerdings das gleich um 15 Treffer bessere Torverhältnis, was am Ende entscheidend sein könnte. Die Bosnier stehen vor einem Pflichtsieg in Zenica gegen Liechtenstein, die Griechen haben die drittplatzierte Slowakei, die schon aus dem Rennen ist, zu Gast. Zum Abschluss empfängt Griechenland Liechtenstein, Bosnien muss nach Litauen.

GRUPPE H

England (16) steht in der mit Abstand ausgeglichensten Gruppe an der Spitze, allerdings sind mit der Ukraine (15), Montenegro (15) und Polen (13) gleich drei Mannschaften in Lauerstellung knapp dahinter. Vor dem letzten Spieltag könnten sich Teams aus dem Aufstiegsrennen verabschieden, kommt es doch mit England gegen Montenegro und Ukraine gegen Polen zu zwei direkten Duellen. Einen Gruppensieger kann es deshalb am Freitag noch nicht geben.

GRUPPE I

Spanien ist Spitzenreiter und kann die Führung auf den am Freitag spielfreien, punktgleichen Verfolger Frankreich (beide 14) im Heimspiel gegen Weißrussland ausbauen. Damit hätte der Welt- und Europameister am Dienstag alle Trümpfe in der Hand. Da wartet das Heimspiel gegen Georgien, während die Franzosen Finnland empfangen.


Kommentieren


Schlagworte