Versicherer Uniqa nimmt 757 Mio. Euro ein

Der Streubesitz steigt durch die Kapitalerhöhung auf bis zu 35,4 von rund sieben Prozent davor.

Wien - Die Versicherung Uniqa hat mit ihrer Kapitalerhöhung 757 Millionen Euro eingenommen. Bis Dienstag habe das zur Raiffeisengruppe gehörende Unternehmen Aktien zu acht Euro je Stück an Investoren verkauft, teilte die Firma am Mittwoch mit. Das ist genau die Mitte der anvisierten Preisspanne zwischen 7,50 und 8,50 Euro. Der Streubesitz steigt durch die Kapitalerhöhung auf bis zu 35,4 von rund sieben Prozent davor. „Hiervon wird eine Erhöhung der Handelsliquidität von Uniqa-Aktien und eine Verbesserung des langfristigen Zugangs zum Kapitalmarkt erwartet“, hieß es in der Mitteilung. Folglich will die Versicherung nun in den Wiener Leitindex ATX einziehen.

Die Kernaktionäre des Unternehmens - darunter die Raiffeisen Zentralbank - haben bei der Kapitalerhöhung keine Aktien abgegeben, aber auch keine neuen gekauft. Sie werden weiterhin die Mehrheit an der Versicherung halten. Mit dem frischen Geld will sich Uniqa nun für die neuen und strengeren Kapitalvorschriften sowie für kleinere Zukäufe in Osteuropa rüsten.

An der Wiener Börse ist es die zweite größere Kapitalerhöhung im laufenden Jahr. Im Juli hatte sich das Sparkassen-Spitzeninstitut Erste Group netto 632 Millionen Euro geholt, um damit einen Teil der in der Krise erhaltenen Hilfen vom Staat und privaten Investoren zurückzuzahlen.

Für Uniqa-Chef Andreas Brandstetter war der Verkauf auch eine persönliche Bewährungsprobe. Er gilt als Kandidat für den Chefsessel bei der Raiffeisen-Osteuropatochter Raiffeisen Bank International. Der Verkauf der neuen Aktien ist Teil eines Umbauprogramms, mit dem er den Vorsteuergewinn bis 2015 auf bis zu 550 Millionen Euro steigern will.

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Begleitet wurde der Deal federführend von der Deutschen Bank, Morgan Stanley und der Raiffeisen Centrobank. Barclays, Berenberg und UBS fungierten als Co-Konsortialführer. (Reuters)


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