Parkreform nicht mit ÖVP und Wirtschaft

Gegen die vorliegende Fassung des neuen Parkkonzepts für Innsbruck regt sich Widerstand.

Innsbruck –Alle waren sie am Dienstagabend in einem Innsbrucker Innenstadthotel aufmarschiert und aufmunitioniert. Mit Argumenten, wieso das von Vize-BM Sonja Pitscheider (Grüne) vorgelegte Konzept zur Reform der Innsbrucker Parkraumbewirtschaftung nicht funktionieren könne. Angeführt von Landesrätin und Wirtschaftsbund-Stadt-Obfrau Patrizia Zoller-Frischauf über ÖVP-Stadtparteiobmann und Stadtrat Franz Gruber, VP-Klubobfrau Barbara Traweger-Ravanelli, Regina Stanger (Wirtschaftskammer­bezirksobfrau) und vielen Wirtschafttreibenden. Grün und Schwarz – zumindest an diesem Abend und zu diesem Thema blieben die Fronten aber verhärtet. Auf der einen Seite Pitscheider, die die Ausdehnung auf 21 Uhr, Tarifanhebung auf 70 Cent und Ausweitung auf neue Stadtteile vehement ob deren Sinnhaftigkeit verteidigte. Auf der anderen die Wirtschaft, die eine klare Benachteiligung ortet und sich nicht miteingebunden fühlt. Und wie brachte es ein Firmenchef auf den Punkt: „Wir Unternehmer würden uns wünschen, wenn wir genauso gehört würden wie sonst die Radfahrer.“

Keine zwölf Stunden später legten Gruber und Ravanelli nach. Solange es kein umfassendes Begleitmaßnahmenpaket – insbesondere mit den Tiefgaragenbetreibern – gebe, werde man der Reform nicht zustimmen, so Gruber. Den Innsbruckern würde „das Geld aus der Tasche gezogen“, lautete die Kritik. Dass noch vor wenigen Jahren die ÖVP im Duo mit der SPÖ selbst ein Reformpaket samt Ein-Euro-Tarif und Parken bis 22 Uhr vorgelegt hatte, wird zwar nicht abgestritten, aber relativiert: „Dieses Paket hätte die Autos nicht aus der Stadt verbannt.“ (mami)


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