Pläne zum Stempeln sind in sieben Gemeinden passé

Schnell, kostenfrei, transparent: So soll die neue digitale Abwicklung von Widmungen ablaufen. Das Projekt wurde in Schwaz präsentiert.

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Abgestempelte Papierpläne gehören der Vergangenheit an. Zumindest in der Stadt Schwaz, Ramsau im Zillertal, Kundl, Langkampfen, Pfaffenhofen, Inzing und Kartitsch. Seit 1. September werden in diesen Gemeinden alle Flächenwidmungspläne online verarbeitet. Laut LR Johannes Tratter können durch die elektronischen Flächenwidmungspläne (eFWP) mindestens vier Wochen Zeit allein durch den Entfall des Postweges und der auszuhängenden Kundmachung gespart werden. Bei rund 1200 jährlichen Widmungsplan-Änderungen könne man den Verwaltungsaufwand wesentlich mindern und ca. 10.000 Arbeitsstunden einsparen.

Innovativ ist auch, dass die Kundmachung an der Amtstafel entfällt. „Die Rechtswirksamkeit der Flächenwidmung tritt zugleich mit der digitalen Veröffentlichung in Kraft“, so Tratter. Mit dem eFWP werde sowohl in technologischer als auch in juristischer Hinsicht Neuland betreten. Laut Bürgermeister Hans Lintner ermögliche all das ein verstärktes bürger­orientiertes Arbeiten. Der eFWP spart auch Geld. „Innerhalb der nächsten fünf Jahre müssen die Gemeinden bis zu 1,2 Mio. Euro weniger ausgeben“, erklärt Tratter. Im Laufe der nächsten vier Jahre sollen auch die restlichen Gemeinden Tirols auf den neuen eFWP umgestellt werden. Für Tratter ist die Transparenz ein wichtiger Punkt: „Der Bürger kann jederzeit unentgeltlich am eigenen Computer einsehen, wie der Stand der Dinge ist.“ Das System ermöglicht auch mit der Wildbach- und Lawinenverbauung und der Forstverwaltung eine reibungslose Zusammenarbeit. Die Kosten der Software belaufen sich auf etwa 1,9 Mio. Euro und werden vom Land getragen. Zugänglich ist der eFWP unter tirol.gv.at.

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