Lienzer Bad nimmt Kontur an

Der Gemeinderat winkte die Pläne für den Um- und Ausbau einstimmig durch. Fragezeichen gibt es noch in puncto Finanzierung.

Von Claudia Funder

Lienz –Es ist eines jener Projekte in Lienz, um deren Realisierung seit Jahren gekämpft wird: das Hallenbad der Stadt. Wiederholt waren Anläufe zu einem Neu- oder Umbau an der Finanzierung gescheitert. Nun scheint der Wunsch vieler Wasserratten nach einem zeitgemäßen Angebot endlich in Erfüllung zu gehen.

Am Mittwochabend präsentierte Architekt Hans-Peter Machné, der von der Stadt mit der Konzepterstellung beauftragt worden war, in der Lienzer Liebburg das gestalterisch stark an den Bestand angelehnte Projekt. Es handelt sich um einen Um- und Erweiterungsbau des 1975 in Betrieb gegangenen Kubus. Das Projekt verspricht Multifunktionalität, deutlich größere Wasser- und Liegeflächen, ein zusätzliches Mehrzweckbecken und ein erweitertes Außenbecken. Die Garderoben wandern vom Par­terre in den Keller. Die Sauna im ersten Obergeschoß soll zur attraktiven Wellnesszone werden und einen atemberaubenden Blick auf die Bergwelt gewähren. Die hölzerne Dachform nimmt spannende Anleihen bei der umliegenden Landschaft. Der derzeitige Restaurantbereich im Erdgeschoß soll künftig als Selbstbedienungszone für das Freibad geführt werden. Das neue Ganzjahres-Restaurant im ersten Stock wird als eigenständiges Lokal mit südlich vorgelagerter Sonnenterrasse positioniert. Trotz Zuwachs an Wasser- und Nutzfläche wird der Energieverbrauch eklatant sinken, nämlich um 72 bzw. 76 Prozent.

Das Bad soll rund 11,4 Mio. Euro kosten. Neben den Basiskosten kommen noch 17 Prozent Spielraum (Index und Reserve) zu den Kostenschätzungen dazu. Insgesamt sind demnach 14,47 Mio. Euro zu finanzieren, davon wird die Stadt zehn Mio. über ein Darlehen stemmen. Der Rest soll durch Landeszuschüsse und Bedarfszuweisungen gedeckt werden. Man hofft stark auf die Zusage von Landeshauptmann Günther Platter auf kommunale Fördermittel.

Nach der Präsentation wurde das Projekt von den Gemeinderäten ohne lange Diskussion einstimmig abgesegnet. Erst wenn die Finanzierung steht, kann ausgeschrieben werden.


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