Bärige Fracht: Polizei stoppt Lkw mit Braunbär im Frachtraum auf A21

Gemeinsam mit einem Schäferhund saß das zahme Tier in dem Kühllaster. Der russische Besitzer konnte Papiere für den ausgewachsenen Bären vorweisen, der mehrere Kunststücke beherrscht.

Alland – Beamte der Polizeiinspektion Bad Vöslau haben am Mittwoch in Alland (Bezirk Baden) einen desolaten Sattelschlepper aus dem Verkehr gezogen, in dem ein Braunbär transportiert worden war. Das Schwerfahrzeug wurde aus dem Verkehr gezogen. Das Tier war laut Amtstierarzt „in einem gepflegten und gesundheitlich guten Zustand“, so die Landespolizeidirektion NÖ. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten will laut Sprecherin Birgit Leber eine Weiterfahrt „aufhalten“.

Der Sattelschlepper sollte einer technischen Kontrolle mit dem Landesprüfzug unterzogen werden. Die Beamten staunten nicht wenig, als sie feststellen mussten, dass im umgebauten Thermoaufleger ein ausgewachsener Braunbär mitgeführt wurde. Das Tier befand sich in einem entsprechend großen Käfig. Futter und Wasser waren ausreichend vorhanden, berichtete die Polizei.

Bei der technischen Kontrolle des Transporters wurde festgestellt, dass acht Mängel mit Gefahr im Verzug und fünf schwere technische Mängel bestanden. Die Weiterfahrt wurde bis zu deren Behebung untersagt, der Lenker (59) ebenso wie der Zulassungsbesitzer und Tierinhaber (42), beide aus Spanien, wurden der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

Der 18 Jahre alte Braunbär befand sich am Donnerstag weiterhin in seinem Käfig in dem auf einem Parkplatz abgestellten Sattelschlepper, berichtete die Vier Pfoten-Sprecherin auf APA-Anfrage. Sie merkte auch an, dass die Organisation langfristig einen Platz für das Tier hätte - etwa im Bärenwald Arbesbach im Waldviertel. Der Transport sei auf dem Weg von Frankreich in die Ukraine gewesen, so Birgit Leber. Ihren Angaben zufolge wurde am Donnerstag an der Behebung der festgestellten Mängel an dem Sattelschlepper gearbeitet. (APA)


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