Vollausbau für Nassereither Hallenbad ist vom Tisch

Von 17 geladenen Gemeindevertretern kamen nur zwölf zur Hallenbad-Sitzung. Man schwankt zwischen Imst und Notprogramm.

Von Alexander Paschinger

Imst, Nassereith –„Es ist ein wenig kompliziert“, umschrieb der Imster Bürgermeister und Landtagsmandatar Stefan Weirather als Obmann des Planungsverbandes die Situation. Am Mittwoch waren 17 Gemeindevertreter in die Imster Bezirkshauptmannschaft geladen, um über drei Varianten eines Regionshallenbades zu beraten. Die große und geheime Hoffnung, gleich die Schiene für einen freiwilligen Hallenbadverband zu legen, zerschlug sich: Fünf Gemeinden, nämlich Silz, Haiming, Schönwies, Zams und Land­eck, fehlten beim Treffen.

Dafür konnten sich die anwesenden Bürgermeister bzw. deren Stellvertreter auf eines einigen: Die Variante 2, nämlich der Vollausbau des bestehenden Nassereither Tschirgantbades um rund sechs Millionen mit einem jährlich aufzuteilenden Abgang von 172.000 Euro, ist vom Tisch.

Hier hatten sich die Pitztaler Gemeinden schon im Vorfeld massiv dagegen ausgesprochen: Außer Arzl waren sie schon bisher nicht Teil der Partnerschaft. Das Pitztal stellt sich eher hinter den Standort Imst. „Meiner Meinung nach müssen wir schon etwas tun“, meinte der Jerzener Bürgermeister und Pitztaler Planungsverbands­obmann Karl Raich schon im Vorfeld der Sitzung. Der hochtouristische Bezirk Imst dürfe sich den Standort und die in Aussicht gestellte Förderung nicht von Telfs wegschnappen lassen.

Der Standort Imst wurde den Gemeinden als Variante 1 vorgestellt. Der Kostenpunkt liegt bei 16 Millionen Euro und der Abgang, der jährlich zu finanzieren wäre, beträgt laut Schätzungen 300.000 Euro. „Bis ein solches Hallenbad kommt, braucht es aber auch fünf Jahre“, so der Tarrenzer Bürgermeister Rudolf Köll.

Als Variante 3 wurde den Gemeindevertretern ein Notprogramm für Nassereith schmackhaft gemacht, das die (Schwimmbad-)Probleme der nächsten zehn Jahre mit einer „ordentlichen Generalsanierung“, wie Nassereiths Bürgermeister Reinhold Falbesoner betont, lösen könnte. In fünf Jahren müsse man dann ohnehin wieder über die Zukunft reden. Bei dieser Variante geht es um den Austausch des Beckens, die statische Absicherung und die Umstellung der Heizung.

„Beide Varianten kann es eher nicht geben“, ist Weirather mit Blick in die großteils leeren Gemeindekassen überzeugt. Binnen eines Monats sollen nun die Bürgermeister in den Gemeinderäten Beschlüsse fassen lassen, ob man Imst oder Nassereith als Standort haben wolle.


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