„Inside WikiLeaks“: Assange stellte sich im Vorfeld gegen Film

Der Streifen läuft am 1. November in den österreichischen Kinos an.

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London - WikiLeaks-Gründer Julian Assange (42) hat den Schauspieler Benedict Cumberbatch (37) im Vorfeld aufgefordert, von dem Film „Inside WikiLeaks“ zurückzutreten. Cumberbatch spielt Assange dessen ungeachtet in dem Streifen, der am 1. November in den österreichischen Kinos anläuft. Die Enthüllungsplattform veröffentlichte am Mittwoch einen Brief, den der Aufdeckungspionier bereits im Jänner an den britischen Schauspieler geschrieben hatte.

„Ich glaube, sie sind eine anständige Person, die guten Menschen in schlimmen Situationen nicht schaden möchte“, schrieb Assange dem Schauspieler, der um ein Treffen gebeten hatte. „Durch ein Treffen mit Ihnen würde ich diesen erbärmlichen Film anerkennen und die talentierte, aber verdorbene Darbietung, die das Skript Ihnen auferlegen wird, gutheißen.“

Der WikiLeaks-Gründer kritisiert, der US-Film über seine Person sei negativ und einseitig. Er basiert auf dem Buch „Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt“ des deutschen Computerexperten Daniel Domscheit-Berg, der eine Zeit lang eng mit Assange kooperiert hatte und im Film nun von Daniel Brühl gespielt wird. „Da werden verleumderische Geschichten wieder aufgewärmt, die schon lange als falsch entlarvt wurden“, so Assange.

Der Australier lebt derzeit in der Londoner Botschaft Ecuadors, in die er im Juni 2012 geflüchtet war, um nicht nach Schweden ausgeliefert zu werden. Schwedische Behörden ermitteln seit drei Jahren gegen Assange wegen Verdachts sexueller Delikte. Er bestreitet die Vorwürfe. (APA/Reuters/dpa)


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