IKB ziehen ElektroDrive den Stecker

Von Max Strozzi...

Von Max Strozzi

Innsbruck –Drei Jahre nach ihrer Gründung wurde die ElectroDrive GmbH, die Elektromobilitäts-Tochter der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB), aufgelöst und deren Aufgaben in die IKB eingegliedert. „Ende September wurde die ElectroDrive rückwirkend mit Ende 2012 mit der IKB verschmolzen“, bestätigt ElectroDrive-Geschäftsführer Roland Schwaiger. Grund ist, dass der Markt für Elektroautos nicht in Fahrt kommt. Daher stehe der weitere Ausbau der Infrastruktur für die Elektromobilität wie etwa der Ausbau der Ladestationen „auf Standby“, so Schwaiger. Die Marke ElectroDrive bleibe bestehen, die bestehenden Produkte wie etwa die Planung von Ladestationen oder Beratung von Unternehmen würden weiterhin unter dem Namen ElectroDrive durch die IKB vertrieben. „Wir sind derzeit in einem Ruhezustand“, sagt Schwaiger: „Wir schauen uns an, wie sich die E-Mobilität entwickelt und ob sich daraus ein wirtschaftlich vernünftiges Geschäftmodell für uns entwickelt. Die Autoindustrie muss erst beweisen, dass sie Elektroautos verkaufen kann.“

Der Umsatz der ElectroDrive GmbH sei im Vorjahr um 68 % auf knapp 160.000 eingeknickt. Rund 200.000 Euro hat die IKB-Tochter in den vergangenen Jahren in den Ausbau der E-Mobilität (z. B in Ladestationen) investiert. 35 Elektroladestationen stehen laut Schwaiger in Tirol, landesweit sind knapp 70 reine Elektroautos unterwegs. „Wenn pro Jahr mehr als 1000 Elektroautos in Österreich respektive mehr als 100 in Tirol verkauft werden, können wir uns vorstellen, hier wieder aktiv zu werden“, so Schwaiger.

Hoffnungen setzt er in die Elektromodelle von BMW (i3) und VW (e-Golf, e-up): „Wenn diese beiden Firmen keinen Verkaufserfolg landen, wird es die reinrassige E-Mobilität sehr schwer haben.“


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