Euregio-Präsidentschaft: Platter löst Durnwalder ab

Der Tiroler Landeshauptmann sagte bei der Übernahme der Präsidentschaft in Vahrn bei Brixen, dass in der Euregio Projekte vorangetrieben werden müssten, die den Menschen berühren.

Brixen/Innsbruck - Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Donnerstag in Vahrn bei Brixen von seinem Südtiroler Amtskollegen Luis Durnwalder (SVP) turnusmäßig die Präsidentschaft des Europäischen Verbundes territorialer Zusammenarbeit (EVTZ) übernommen, die institutionelle Einrichtung der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Zudem wurde ein Arbeitsprogramm und ein Abkommen beschlossen, mit dem der grenzüberschreitende Bahnverkehr ausgebaut werden soll.

Unter anderem soll ab Dezember 2014 der Korridorzug zwischen Lienz und Innsbruck über Franzensfeste nach seinem zwischenzeitlichen Aus wieder verkehren. Die Einstellung der Zugverbindung hatte zu Protesten der Tiroler und Südtiroler Oppositionsparteien geführt.

Energie und Verkehr als Schlüsselbereiche

Durnwalder verwies in seiner Ansprache auf das bisher geleistete und hob die Aufbauarbeit der vergangenen zwei Jahre, seit der Gründung der EVTZ, hervor. Ein Schlüsselbereich der Zusammenarbeit sei die Energie, erklärte der Südtiroler Landes-Chef. Dabei werde etwa an der Schließung der Stromleitungslücke am Brenner gearbeitet. Ein Provisorium soll schon in den nächsten Monaten stehen, auch die einzelnen Landesenergiegesellschaften sollen künftig besser vernetzt werden, hieß es in einer Aussendung.

Ein weiterer zentraler Punkt der Zusammenarbeit sei der Bereich Verkehr. Diesbezüglich schlossen Tirol und Südtirol am Donnerstag ein Abkommen, das einen Ausbau des grenzüberschreitenden Zugverkehrs vorsieht. Neben der Wiederaufnahme der Korridorzüge zwischen Lienz und Franzensfeste im Dezember 2014 soll eine regelmäßige Direktverbindung zwischen Bozen und Innsbruck eingerichtet werden.

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Laut Platter müssten in der Euregio Projekte vorangebracht werden, die die Menschen berühren: „Der Mehrwert für die Bürger muss spürbar sein“, erklärte der Tiroler Landeshauptmann. Neben den „Leuchtturmprojekten“ wie dem Brennerbasistunnel (BBT) müssten auch viele kleine Projekte vorangetrieben werden. Der Trentiner Landeshauptmann Alberto Pacher erklärte, dass die Euregio mehr sein solle und mehr sein wolle als nur die Summe der drei Länder. „Die Bürger“, so Pacher, „müssen spüren, dass es einen Unterschied zwischen dem Vor und dem Nach der Gründung der Euregio gibt.“ (APA)


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