Lifte blicken in düstere Zukunft

In eine schwere Zukunft blicken die Lifte um Innsbruck. Düster sieht es auch mit Tirols „einfachen“ und kleinen Tourismusbetrieben aus.

Von Brigitte Warenski

Innsbruck –„Der Skisport hat kaum noch Zukunft“, prophezeite der bekannte Freizeitforscher Horst Opaschowski bereits 1995. Dass die Zeiten schwierig werden, muss nun auch Tirol leidvoll erkennen: Über 200 Kleinst- und Kleinskigebiete sind unrentabel, darunter die Lifte um Innsbruck, wie eine aktuelle Studie zeigt. Der ehemalige Landestourismusdirektor Andreas Braun zeigt sich darüber kaum verwundert: „Ich versuche schon seit 30 Jahren, den ‚Schnee von Morgen‘ zu diskutieren. Aus modischen wie finanziellen Gründen relativiert sich die Bedeutung des Skilaufs zunehmend. Wir müssen noch mehr auf das winterliche Erlebnis in öffentlichen Räumen wie Winterwandern, Rodeln und Tourenskifahren setzen.“ Ums künftige Überleben müssen aber auch die Betriebe fürchten. Privatpensionen sind schon quasi von Tirols Tourismusbildfläche verschwunden, schlecht steht es weiters um die Nächtigungsbetriebe der 2- und 3-Stern-Kategorie. „Die Betriebsgrößen in dieser Form sind unrentabel. Wir müssen uns darauf einstellen, dass ein großer Teil dieser 330.000 Betten in 15 Jahren nicht mehr existiert“, warnt der Geschäftsführer von Tirols größtem Incomer, Travel Partner, Hannes Winkler. „Wir müssen uns endlich Gedanken über wirtschaftlich sinnvolle Betriebsformen machen, denn wenn die Betriebe zusperren, steht auch das Überleben der Lifte in Frage“, ist sich Winkler sicher.

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