Malala möchte Regierungschefin Pakistans werden

„Eigentlich wollte ich immer Ärztin werden. Aber ich glaube, als Politiker kann man noch mehr Menschen helfen“, sagte die 16 Jahre alte Sacharow-Preisträgerin.

Malala wurde 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
© Reuters

Oslo/Islamabad/New York - Das vor einem Jahr bei einem Mordanschlag der Taliban schwer verletzte Mädchen Malala Yousafzai möchte einmal Premierministerin Pakistans werden. „Eigentlich wollte ich immer Ärztin werden. Aber ich glaube, als Politiker kann man noch mehr Menschen helfen“, sagte die 16 Jahre alte Menschenrechtsaktivistin in einem Interview mit CNN-Korrespondentin Christiane Amanpour am Donnerstag (Ortszeit) in New York.

„Als Arzt kann man nur einer begrenzten Gruppe Menschen helfen, als Politiker, wenn man es richtig macht, allen. Deshalb, ja, möchte ich Premierministerin meines Landes werden.“

Attentäter der radikalislamischen Taliban hatten Malala am 9. Oktober vergangenen Jahres in den Kopf geschossen, weil sie in ihrem Internetblog Bildung auch für Mädchen gefordert hatte. Sie galt als eine der Favoritinnen auf den diesjährigen Friedensnobelpreis, dieser ging aber an die Chemiewaffen-Kontrolleure der OPWC.

Zu den Aussichten auf den Nobelpreis hatte Malala vorher gesagt: „Das wäre eine große, große Ehre für mich. Ich glaube aber nicht, dass ich diesen Preis verdient habe. Bis dahin müsste ich noch viel mehr arbeiten.“ Kurz zuvor hatte das EU-Parlament beschlossen, die 16-Jährige mit dem diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit auszuzeichnen. (APA/dpa)

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