Höchstgericht lehnt Deponie ab

Geplantes Bodenaustauschprojekt der Firma Plattner in Unterperfuss erhält Rote Karte.

Unterperfuss –Nach Jahren des Ringens und Kämpfens ist die Sache entschieden. „Unsere Beschwerde ist leider abgelehnt worden“, sagt Michael Kirchmair, Prokurist der Firma Plattner. Damit sind die Pläne gescheitert, in Unterperfuss an der Gemeindegrenze zu Kematen eine so genannte Bodenaustauschdeponie zu errichten. Wie berichtet, fußte das Projekt, das im Jahre 2008 bekannt wurde, auf dem Vorhaben, aus dem betreffenden Feld rund 600.000 Kubikmeter Schotter zu entnehmen und das Areal in Folge wieder mit Bodenaushub aufzufüllen. Zwölf Jahre hätte dies in Anspruch genommen.

Was folgte, war ein Proteststurm. Von Unterschriftenlisten bis hin zu Protestveranstaltungen und sogar der Gründung einer Bürgerinitiative fuhren die Gegner alle Geschütze gegen die Firma Plattner auf. Auch die Bürgermeister der Region schlugen sich auf die Seite des Widerstands. Im Zentrum stand die Befürchtung einer Belästigung durch Staub und Lärm.

Den negativen Bescheid der BH Innsbruck bekämpfte die Firma, ebenso die Bestätigung desselben durch den UVS, diesen aber mittels Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof. Aber auch Letzterer stellte sich nun gegen die Deponie. Kirchmair sieht die Niederlage ein: „Wir haben uns dem Urteil zu fügen.“ Er weist aber erneut auf den Umweltgedanken regionsnaher Deponien hin. (mami)


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