Amerikaner kann nicht mehr für lebend erklärt werden

Der 61-jährige Donald Miller wurde 1994 für tot erklärt, nachdem er acht Jahre zuvor verschwunden war. Als er wieder auftauchte, wollte er per Gerichtsbeschluss wieder für lebend erklärt werden. Doch er scheiterte.

Cleveland - Er lebt, er isst und trinkt: Aber vor dem Gesetz ist Donald Miller tot. Der 61-Jährige scheiterte vor einem Gericht im US-Bundesstaat Ohio, seinen Totenschein für ungültig erklären zu lassen. Miller verschwand 1986. Er ließ eine Frau, zwei Kinder und jede Menge Schulden zurück. Acht Jahre später wurde er für tot erklärt. Er tauchte aber 2005 wieder auf, versuchte einen Führerschein zu beantragen und erfuhr, dass er tot sei, schrieb CNN am Donnerstag (Ortszeit).

In Ohio kann aber ein Toter nach Ablauf einer Dreijahresfrist nicht mehr für lebend erklärt werden, erklärte das Lokalblatt „The Courier“. „Ich weiß nicht, was das nun für Sie heißt, aber rechtlich gesehen sind Sie immer noch tot“, sagte Richter Allan Davies. So etwas sei ihm in seiner 40-jährigen Zeit als Richter noch nie passiert, sagte er CNN. Millers „Witwe“ sei mit dem Urteil zufrieden, sagte ihr Anwalt. Sie erhielt nach dem Tod ihres Mannes Sozialhilfe für sich und ihre Kinder. Der lebende Tote kann das Urteil nun in höherer Instanz anfechten. (APA/dpa)

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