US-Außenminister Kerry verhandelt in Kabul über Sicherheitsabkommen

US-Außenminister John Kerry ist am Freitag zu einem unangekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen.

Kabul, Washington – US-Außenminister John Kerry will im direkten Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai den Stillstand in den Verhandlungen über ein Sicherheitsabkommen überwinden. Kerry traf dazu am Freitag zu einem vorher nicht öffentlich angekündigten Besuch in Kabul ein, wie das afghanische Präsidialbüro bestätigte. Der Kampfeinsatz der NATO-geführten ISAF-Truppe in Afghanistan läuft Ende 2014 aus. Ein dann geplanter Einsatz zur Ausbildung und Unterstützung hängt von einem strittigen Sicherheitsabkommen ab.

Das strittige Sicherheitsabkommen zwischen Kabul und Washington ist Voraussetzung für eine Stationierung ausländischer Truppen in dem Land über 2014 hinaus. Am 31. Dezember 2014 will die NATO ihren Kampfeinsatz in Afghanistan beenden und anschließend eine neue Mission zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Armee starten.

Ob die Ausbildungsmission überhaupt zustande kommt, ist aber noch unklar. Die USA haben als wichtigster NATO-Bündnispartner und mit Abstand größte Truppensteller in Afghanistan noch keine konkrete Zusage gemacht.

Der Hauptgrund sind die stockenden Verhandlungen über das Sicherheitsabkommen. Zentraler Bestandteil ist das Truppenstatut, das amerikanische Soldaten vor afghanischer Strafverfolgung schützt. Weil ein solches Truppenstatut im Irak nicht zustande kam, zogen die USA 2011 alle ihre Soldaten aus dem instabilen Land ab. Eine Fortsetzung des Afghanistan-Einsatzes ohne die USA und ohne das Truppenstatut ist auch für die anderen NATO-Partner nicht denkbar. (APA/dpa)

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