Kolumbien löste mit fulminanter Aufholjagd WM-Ticket

Falcao und Co. verwandelten gegen Chile einen 0:3-Rückstand noch in ein 3:3.

Barranquilla – Kolumbien hat sich dank einer famosen 15-minütigen Aufholjagd für die Fußball-WM 2014 in Brasilien qualifiziert. Die Kolumbianer machten am Freitag in Barranquilla gegen Chile einen 0:3-Rückstand noch wett und sicherten sich durch ein 3:3 erstmals seit 16 Jahren wieder das Endrunden-Ticket. Die bereits qualifiziert gewesenen Argentinier fixierten auch ohne Superstar Lionel Messi mit einem 3:1 gegen Peru Platz eins in der Südamerika-Quali.

„Der Fußball hat uns ein wunderbares Spiel geschenkt“, sagte Kolumbiens argentinischer Trainer Jose Pekerman nach der Aufholjagd seiner Truppe. Zur Pause hatten noch die Chilenen die Hände am WM-Ticket. Arturo Vidal mit einem Elfmeter-Tor in der 18. Minute und zweimal Alexis Sanchez (21., 29.) brachten die Gäste mit 3:0 in Führung.

Innerhalb einer Viertelstunde wendete Kolumbien aber in Überzahl das Blatt. Nach dem Ausschluss von Carlos Carmona (66.) sorgten Teofilo Gutierrez (68.) und zwei Elfmeter-Tore von Radamel Falcao (74., 83.) für das umjubelte Comeback. Voller Euphorie kündigte Staatschef Juan Manuel Santos an, Coach Pekerman die kolumbianische Staatsbürgerschaft anbieten zu wollen.

Die beiden weiteren direkten südamerikanischen WM-Tickets werden erst am letzten Spieltag der Qualifikationsrunde am Dienstag vergeben. Ecuador und Chile (beide 25 Punkte) sowie Uruguay (22) sind die verbliebenen Kandidaten. Ecuador besiegte in Quito Uruguay mit 1:0 durch ein Tor von Jefferson Montero (29.). Der Tabellen-Fünfte, derzeit der WM-Vierte Uruguay, hat noch die Chance, über die Play-off-Spiele gegen Jordanien an der WM teilzunehmen.

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Auch ohne die verletzten Stars Messi und Gonzalo Higuaín ließen die Argentinier im Monumental-Stadion in Buenos Aires nichts anbrennen. Ezequiel Lavezzi (22., 34.) und Rodrigo Palacio (48.) erzielten die Tore für Argentinien, Claudio Pizarro hatte die Gäste in der 20. Minute in Führung gebracht. Mit 32 Punkten liegt Argentinien uneinholbar an der Spitze und trifft am Dienstag in Montevideo auf Uruguay. (APA/dpa/Reuters)


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