Welthungerhilfe: Hunger ist ein Problem der Verteilung

Ausreichend Lebensmittel gäbe es bereits, betont die Präsidentin der Welthungerhilfe. Doch durch die ungerechte Verteilung müssen immer noch Millionen Hunger leiden.

Noch immer hungern weltweit mehr als 800 Millionen Menschen. Von "verborgenem Hunger" - Mangelernährung - sind zudem mehr als zwei Milliarden Menschen betroffen.
© REUTERS/Adnan Abidi

Berlin - Der Hunger in der Welt könnte nach Einschätzung der Welthungerhilfe durch eine gerechtere Verteilung der Lebensmittel besiegt werden. Schon jetzt würden weltweit ausreichend Lebensmittel produziert, sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Am morgigen Sonntag beginnt die Woche der Welthungerhilfe (bis. 20. Oktober).

Das von der Weltbank formulierte Ziel, innerhalb von sieben Jahren die Zahl der in extremer Armut lebender Menschen zu halbieren, halte sie für machbar, sagte Dieckmann. „Ich möchte daran glauben, weil ich weiß, dass es möglich ist, aber wir werden sehr viel tun müssen, um das erreichen zu können.“ Für die Arbeit der Welthungerhilfe sei wichtig, dass besonders in die Landwirtschaft investiert werde. Drei von vier Hungernden lebten nach wie vor auf dem Land, sagte Dieckmann. (dpa)


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