„Kalkkögel sind für uns Grüne tabu“

Umweltreferentin LHStv. Felipe (Grüne) erteilt Forderungen für die Verbindung Schlick/Lizum über das Ruhegebiet Kalkkögel eine Absage.

Von Peter Nindler

Innsbruck – „Die Gedanken sind frei.“ So umschreibt die grüne Umweltreferentin LHStv. Ingrid Felipe die nach der Präsentation der Bergbahnenstudie für den Großraum Innsbruck wieder aufgeflammte Debatte über den Zusammenschluss der Skigebiete Axamer Lizum und Schlick 2000. Die Gemeinden im westlichen Mittelgebirge von Innsbruck und das Stubaital fordern diesen Brückenschlag über das Ruhegebiet Kalkkögel und die weitere Verbindung zur Muttereralmbahn. Mit rund 80 Millionen Euro werden die notwendigen Investitionen beziffert.

„Mit uns Grünen in der Landesregierung wird es keinen Regierungsbeschluss zur Abänderung der Verordnung über das Ruhegebiet geben“, stellt Felipe klar. Und dieser sei notwendig. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Verbindung Schlick/Lizum nicht im schwarz-grünen Regierungsprogramm enthalten und somit im koalitionsfreien Raum sei. Ein möglicher Landtagsbeschluss ändere daran nichts. „Die Verordnung ist Regierungssache. Natürlich kann man über diese Frage diskutieren, aber solange wir in der Regierung sind, bleibt die Ruhegebietsverordnung.“ Sie wolle sich deshalb auch nicht damit auseinandersetzen, ob die ÖVP im Landtag mit einer anderen Partei für die Änderung des Ruhegebiets stimmt.

Der Axamer Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Rolf Nagl (ÖVP) gilt als vehementer Verfechter des Zusammenschlusses, die Freiheitlichen sind ebenfalls dafür. Felipe erinnert die Befürworter und sowie die Seilbahner vielmehr an die ökonomischen Voraussetzungen einer solchen Variante. „Sie müssen sich auch fragen, ob sich dieser Zusammenschluss rechnet.“ Die grüne Landeshauptmannstellvertreterin bezweifelt dies.

Vor der Landtagswahl hat LH Günther Platter (VP) eine mögliche Volksbefragung über die geplante Skischaukel ins Spiel gebracht.

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