Hinterseer war am Sonntag der einzige glückliche ÖFB-Teamspieler

Der Tiroler darf nach den Sperren für Arnautovic und Janko Teamluft schnuppern. „Es freut mich, dass ich dabei sein kann“, sagte Hinterseer und träumte gleich vom ersten Treffer im Team-Dress.

Neo-Teamspieler Lukas Hinterseer im Flieger neben Andreas Ivanschitz.
© Gepa Pictures

Torshavn - Während bei den österreichischen Fußball-Teamspielern auch noch am Sonntag die Enttäuschung nach dem WM-Qualifikations-Aus deutlich spürbar war, spazierte Lukas Hinterseer mit einem Lächeln durch die Hallen des Stockholmer Flughafens. Der Offensivspieler von Wacker Innsbruck wurde für die Dienstag-Partie gegen die Färöer nachnominiert und darf damit erstmals A-Team-Luft schnuppern.

Es wäre ein Traum, wenn ich zum Einsatz komme und vielleicht sogar ein Tor erziele. Aber ich habe keine großen Erwartungen und möchte einfach mein Bestes geben.
Lukas Hinterseer

„Ich habe schon gemerkt, dass die Stimmung nicht gerade die beste ist. Aber mich freut es, dass ich dabei sein kann“, erklärte der Tiroler vor der Abreise nach Torshavn, wo er am Dienstag zum Abschluss der WM-Qualifikation debütieren könnte. „Es wäre ein Traum, wenn ich zum Einsatz komme und vielleicht sogar ein Tor erziele. Aber ich habe keine großen Erwartungen und möchte einfach mein Bestes geben“, sagte Hinterseer, der so wie Jakob Jantscher wegen der Sperren von Marc Janko und Marko Arnautovic in die Nationalmannschaft nachrückte. Dort kennt er David Alaba, Aleksandar Dragovic und Andreas Weimann aus gemeinsamen Zeiten bei ÖFB-Juniorenauswahlen.

Herz-OP vor zwei Jahren kein Thema mehr

Vor nicht allzu langer Zeit war beim 22-Jährigen an eine Nationalteam-Einberufung nicht zu denken - Hinterseer musste sich im September 2011 einer Herzoperation unterziehen. „Ich hatte Herzrhythmus-Störungen, bekam auch ohne Belastung Herzrasen“, erzählte der Tiroler. Seit dem zweieinhalbstündigen Eingriff habe er allerdings keine Probleme mehr. „Und dass es jetzt so schnell mit dem Nationalteam funktioniert hat, ist unglaublich. Jetzt müssen die Leistungen in der Meisterschaft weiter passen.“

Hinterseer begann seine Karriere bei Wacker Innsbruck, wurde im Frühjahr 2012 an den FC Lustenau und im Herbst 2012 an die Vienna verliehen, ehe er im Jänner dieses Jahres wieder zu den Tirolern zurückkehrte.

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Nach erstem „Hattrick“ ins Nationalteam

Seit Sommer ist Hinterseer unumstrittener Stammspieler im Team von Roland Kirchler, für das er in dieser Bundesliga-Saison schon sieben Tore erzielte. Zuletzt stand er am 5. Oktober beim 3:3 gegen die Admira mit zwei Treffern und einem Eigentor im Mittelpunkt. „Mein erster Hattrick“, schmunzelte Hinterseer.

Der Kitzbüheler ist der Sohn von Ex-Skirennläufer Guido Hinterseer und Enkel von Slalom-Olympiasieger Ernst Hinterseer. Mit seinem Halbonkel Hansi Hinterseer hat Lukas praktisch keinen Kontakt. Das hielt die Wacker-Fans aber nicht davon ab, ihm den Spitznamen „Hansi“ zu verpassen. (APA)


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