Niederländerin soll Chemiewaffen-Mission in Syrien leiten

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon nominierte Sigrid Kaag zur „Sonderkoordinatorin“ für den Einsatz in Syrien.

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Damaskus/New York - Die Niederländerin Sigrid Kaag soll die gemeinsame Mission der UNO und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW/OVCW) zur Zerstörung der syrischen Chemiewaffen leiten. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon habe sich dafür entschieden, die 1961 geborene Kaag als „Sonderkoordinatorin“ einzusetzen, teilten Diplomaten am Sitz der Vereinten Nationen in New York am Sonntag mit. Der UNO-Sicherheitsrat werde am Mittwoch über den Vorschlag des UNO-Generalsekretärs beraten.

Der UNO-Sicherheitsrat billigte am Freitag einen Plan des Generalsekretärs, nach dem eine gemeinsame Mission der UNO und der OPCW die Abrüstung des syrischen Chemiewaffenarsenals übernehmen soll. Bans Plan sieht vor, bis zu 100 Experten für die Mission abzustellen. Derzeit sind bereits rund 60 Experten und weitere Mitarbeiter der beiden Organisationen in Syrien. Gemäß der UNO-Resolution sollen die Produktionsstätten für Chemiewaffen bis zum 1. November unbrauchbar gemacht und das Arsenal bis Mitte 2014 zerstört werden.

Kaag ist seit 2010 Vize-Generalsekretärin des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP). Sie wurde 1994 vom niederländischen Außenministerium nach New York entsandt. Seither war sie bereits in Führungspositionen beim UNO-Kinderhilfswerk UNICEF und beim UN-Hilfswerk für die Palästinensischen Flüchtlinge (UNRWA) tätig. Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Sie hat ihren Sitz in Den Haag. (APA/AFP)

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