OP gut verlaufen: Kröll will im Jänner wieder ganz oben stehen

Die Oberarm-Operation hat Abfahrts-Spezialist Klaus Kröll gut weggesteckt. Spätestens nach dem Jahreswechsel will der Steirer wieder ein Wörtchen um Siege mitreden.

Wien - Sechs Tage nach seiner Operation am linken Oberarm blickt ÖSV-Abfahrts-Ass Klaus Kröll mit großer Zuversicht in die kommende Weltcup-Saison der alpinen Skirennläufer. Pünktlich zum Speed-Auftakt in Kanada am 30. November will der Steirer einsatzbereit sein - bleibt aber auch realistisch: „Auf Sieg werde ich in Lake Louise noch nicht fahren“, erklärte der Routinier bei einer Pressekonferenz in Wien.

Aufgehört, OPs zu zählen

„Körperlich fühle ich mich gut, noch nie habe ich eine OP so gut verdaut wie diesmal“, meinte er zum dreistündigen Eingriff unter Vollnarkose. Kröll ist hart im Nehmen, der „Bulle von Öblarn“ hat aufgehört, seine OPs zu zählen. „Neun oder zehn werden es schon sein“, meinte er trocken. Eines ist für den 33-Jährigen aber klar: „Seit der Saison 2001/02 habe ich keine Abfahrt verpasst, und das soll auch so bleiben.“

Nach seinem Sturz beim Weltcupfinale in Lenzerheide am 14. März war der Abfahrts-Weltcupsieger 2011/12 noch in der Schweiz am linken Oberarm operiert worden, die Nerven rund um den zertrümmerten Knochen reagierten danach allerdings „beleidigt“. Im Laufe der Vorbereitung zeigte sich: „Die Muskulatur ist nicht zurückgekommen, auch beim Fahren habe ich es gemerkt, konnte aus der Kurve heraus weniger Druck auf den Ski aufbauen“, erläuterte Kröll. In Absprache mit ÖSV-Arzt Martin Gruber entschloss man sich daher zu einer neuerlichen OP, bei der den Nerven wieder Raum geschaffen wurde.

Erfolg zeigt sich erst in den nächsten Wochen

Die OP an sich sei erfolgreich verlaufen, „aber, ob sie auch ein Erfolg war, wird sich in den nächsten Wochen zeigen“, erklärte Gruber, der den Eingriff gemeinsam mit Harald Kubiena in Wien vornahm. Kröll jedenfalls merkt bereits Fortschritte: „Ich hatte an gewissen Stellen kein Gefühl auf der Haut, das ist zum Teil schon wieder zurückgekommen. Ich hoffe, dass es bei den Muskeln ebenso sein wird.“ Nach einwöchiger Ruhigstellung des Arms will Kröll Ende dieser Woche mit dem Krafttraining beginnen, ab sofort unterzieht er sich einer Physio- und Elektrotherapie.

In der kommenden Woche plant er zudem, schon auf Schnee zu stehen: „Ich will Ski testen, damit ich das Gefühl nicht verliere.“ Das soll gemeinsam mit Kraft und Kondition“spätestens im Jänner“ wieder voll da sein, dann stehen auch die Abfahrtsklassiker von Wengen und Kitzbühel an. „Da hoffe ich, wieder ganz vorne stehen zu können.“ (APA)


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