Nachbaur nimmt Lindners Entscheidung „zur Kenntnis“

„Ich nehme an, dass sie bei unseren Anträgen mitstimmt“, erklärt die Team Stronach Klub-Chefin am Montag.

Kathrin Nachbaur, Klubofrau des Team Stronach, fordert eine Annullierung der Nationalratswahlen.
© APA

Salzburg/Wien - Mit einem knappen Statement hat die stellvertretende Bundesparteichefin Kathrin Nachbaur auf die Entscheidung von Monika Lindner reagiert, die ihr Nationalratsmandat nun doch annehmen wird. „Ich nehme das zur Kenntnis“, sagte sie in einer Pause der Bundesdirektoriumssitzung in Salzburg gegenüber der APA. „Ich weiß, dass sie unser Parteiprogramm für gut befindet. Sie hat auch den Ehrenkodex unserer Partei unterschrieben“, so Nachbaur. „Ich nehme an, dass sie bei unseren Anträgen mitstimmt.“ Parteigründer Frank Stronach zeigte sich enttäuscht.

Ähnlich zurückhaltend wie Nachbaur gab sich auch Ex-Miss World Ulla Weigerstorfer, die bei einem Verzicht von Lindner nachgerückt wäre, gegenüber der APA: „Das ist ihr Recht. Emotional muss sie das mit sich selbst ausmachen.“ Ihr gehe es um die Inhalte, nicht um Positionen, meinte Weigerstorfer.

Parteichef Frank Stronach reagierte „enttäuscht“ darüber, dass Lindner nun ihr Mandat als „freie Abgeordnete“ annimmt. „Es ist, wie es ist. Ich bin nicht verärgert, ich bin höchstens enttäuscht. Aber auch da wird es darauf ankommen, wie sie sich benimmt“, erklärte er gegenüber der Tageszeitung „Kurier“ (Dienstag-Ausgabe). Stronach hofft, dass eine Zusammenarbeit möglich ist: „Vielleicht hat sie mit Kathrin Nachbaur ausgemacht, dass sie unsere Anträge im Parlament unterstützt.“ (APA)

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