Keine Ruhe ums Ruhegebiet

Innsbruck – Die Touristiker und ÖVP-Wirtschaftsbundmandatare machen Druck auf die Grünen, sich beim Ruhegebiet Kalkkögel zu bewegen. Das Ruh...

Innsbruck –Die Touristiker und ÖVP-Wirtschaftsbundmandatare machen Druck auf die Grünen, sich beim Ruhegebiet Kalkkögel zu bewegen. Das Ruhegebiet steht bekanntlich dem geforderten Zusammenschluss der Skigebiete Axamer Lizum und Schlick mit einer Seilbahn entgegen. „Wir befinden uns bei diesem Thema im koalitionsfreien Raum. Hier hätten die Grünen die tolle Möglichkeit, Demokratie zu leben“, sagt etwa LA Siegfried Egger. Wie der Axamer Bürgermeister und ÖVP-Abgeordnete Rudi Nagl setzt auch Egger auf eine Mehrheit im Landtag. Gibt es im Landtag eine Mehrheit für das Projekt, dann sollten LHStv. Ingrid Felipe und ihre grüne Regierungskollegin Baur über ihren Schatten springen und das Ergebnis akzeptieren.

Die Liste Fritz sieht derzeit in Tirol rechtliche, wirtschaftliche und umweltrelevante Voraussetzungen für eine ernsthafte Debatte über den Skigebietszusammenschluss nicht gegeben. Erst dann könnten die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit, der notwendige finanzielle Beitrag der öffentlichen Hand sowie die Auswirkungen auf die Natur hinterfragt und angeschaut werden, erklären Klubchefin Andrea Haselwanter-Schneider und LA Andreas Brugger. Es gehe nicht nur um zwei Liftstützen im Ruhegebiet.

SPÖ-LA Thomas Pupp will keine Einzeldebatte über die Skigebietsfusion im Großraum Innsbruck führen, sondern „es braucht eine umfassende Analyse. Dafür liegen aber noch zu wenige Fakten auf dem Tisch.“ (pn)


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