Achsabstand im Fokus von Gutachter

An der Winterregelung für den Felbertauern wird geschraubt: Auch längere Busse sollen fahren dürfen, wenn der Wenderadius stimmt.

Von Claudia Funder

Lienz, Matrei i. O. –Das derzeit gültige Fahrverbot für Busse mit über zwölf Metern Länge auf der Ersatzstraße am Felbertauern macht der Osttiroler Wirtschaft zu schaffen. Aus diesem Grund wird gehörig Druck gemacht und nach möglichen Schlupflöchern gesucht. Klar ist jedoch auch: Sicherheit und ungehinderter Verkehrsfluss müssen weiterhin Vorrang haben.

Am Dienstag trafen sich Franz Theurl (Tourismusverband), Karl Poppeller und Michael Köll (Felbertauernstraße AG), Harald Haider (Baubezirksamt) und Philipp Pedevilla (Bezirkshauptmannschaft) im Baubezirks­amt. Thema des von Theurl angeregten Gesprächs: Ein technischer Gutachter soll nachweisen, dass auch unwesentlich längere Busse neuerer Bauart dem ursprünglichen Bemessungsfahrzeug von zwölf Metern hinsichtlich Achsabstand und Wenderadius entsprechen.

„Ich habe Ziviltechniker Stephan Tagger, der den Kurvenradius auf der Ersatzstraße berechnet hatte, beauftragt, eine so genannte Schleppkurvenberechnung durchzuführen“, erklärt Theurl gestern im Gespräch mit der TT. „Die Schleppkurve muss sich nämlich ausgehen in den Kehren der Straße.“ Es bedürfe dann noch der Bestätigung durch einen Fahrzeugtechniker. „Im Anschluss wird Harald Haider vom Baubezirks­amt in Abstimmung mit der Felbertauernstraße AG eine Stellungnahme bei der Bezirkshauptmannschaft abgeben“, so Theurl. Liege diese vor, könne die Verordnung von der Bezirkshauptmannschaft geändert werden. „Die Bereitschaft ist groß“, freut sich Theurl. „Ich bin guter Dinge, die Sache ins Trockene zu bringen.“

Gelingt der Plan, hätten demnächst zahlreiche Busse grünes Licht über den Felbertauern. Der überwiegende Teil ist kürzer als 13 Meter. Alle längeren und dreiachsigen Busse benötigen eine Sondergenehmigung und dürfen nur mit Einschränkungen (Wetter, Tageslicht) passieren.

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„Ich hoffe, dass es bereits nächste Woche zur Änderung der Verordnung kommt“, zeigt sich Theurl zuversichtlich.


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