Die alten Bekannten nehmen sich wieder auf die Schaufel

Am Freitag startet die Eishockey-Eliteliga mit der letztjährigen Finalpaarung zwischen Kundl und Wattens. Fünf Tiroler Vereine setzen auf viel Eigenbau.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Unter der Fahne des Tiroler und Vorarlberger Eishockeyverbandes geht die neue Saison in der Eishockey-Eliteliga über die Bühne. Ehrwald ging auf Tiroler Boden zwar verloren, dafür kehrten Landesliga-Meister Zirl und die Kufstein Dragons nach dem kurzen Gastspiel in der (steirischen) National Amateur Hockey Liga wieder zurück. Ein kurzer Check vor den ersten Bullys:

WSG Swarovski Wattens Penguins: Dem Meister ging mit Florian Schwitzer ein echter Evergreen in der Sommerpause verloren. Dafür stürmen mit Julian Jagersbacher, Pavel Soukharev und Lukas Schwitzer nach wie vor einige Hochkaräter. Zum Auftakt fallen die Schönberger-Brothers noch aus: Marc wurde wegen der Hochzeitsreise Sonderurlaub gewährt, Bruder Florian könnte aus beruflichen Gründen überhaupt wieder zurück nach Vorarlberg (Lustenau) wechseln. „Wir haben das Meisterteam gehalten. Der Abgang von Flo schmerzt natürlich brutal“, spricht Sportchef Markus Gander, der das Play-off als (erstes) Ziel nennt. Die Vorarlberger, insbesondere Hohenems, seien die (gefährliche) Unbekannte.

EHC Kundl Crocodiles: Beim Vizemeister hütet jetzt Marco Repitsch statt Markus Rainer (ging nach Kitzbühel) das Tor. Ein Grund, warum Obmann Bruno Schiestl unterstreicht, dass man trotz namhafter Abgänge (insbesondere Tommy Müller/Silz, Thomas Praxmarer/Wattens) das Level gehalten habe. Zwei Ex-KAC-Cracks (Nico Holzer und Stefan Schumnig), die das Try-out in Dornbirn nicht überstanden haben, sollen die Geschicke bei den Krokodilen lenken. „Oft spielen nicht die Namen, sondern die Einheit“, setzt Schiestl aufs Kollektiv.

SV Silz: „Offensiv sind wir stark“, lacht Neuzugang Tommy Müller, der beim 7:2-Testspielerfolg über Zirl zuletzt krankheitsbedingt fehlte. Mit neuen, hochkarätigen Mitspielern wie Martin Sturm, Manuel Praty oder Hannes Wibmer dürfte der Weg zum Torerfolg geebnet sein. „Die Liga wird ausgeglichen sein“, will sich Müller mit den Oberländern aber nicht zum Titelfavoriten stempeln lassen.

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HC Kufstein: Weil einige Jungväter die Strapazen in der National Amateur Hockey Liga nicht mehr auf sich genommen hätten und Obmann Gerhard Wilhelm keinen Sinn darin sah, „acht Spieler zu holen“, war die Rückkehr in die Eliteliga (Meister 2012) logischer Schluss. Das Trainerduo Claus und Christian Dalpiaz darf mit Luca Dalpiaz (Sohn von Christian) ebenso ein Familienmitglied begrüßen wie der Obmann mit Filius Tobias. Mit 19 Eigenbauspielern will man das Finale erreichen.

EC Zirl: Der Meister der Jahre 2010 und ’11 kehrt stark verjüngt in die Eliteliga zurück. Geld gibt’s keines, nur einen Topf, der am Saisonende ans Team ausgeschüttet werden kann. Vor Goalie Matthias Haller und hinter Routinier Heinz Thielmann ist die Verteidigung (u. a. Martin Volk, Andreas Sarg ...) nicht nur für Coach Martin Höller „das Prunkstück“.


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