„In der Meisterschaft dürfen wir nicht zu hoch springen“

Mit Neuerwerbung Michal Rak misst Hypos Mittelblock vor dem Heimspiel gegen die hotVolleys (Samstag, 19 Uhr) stolze 8,26 Meter.

Von Alex Gruber

Innsbruck –„Hoffentlich haben wir jetzt bis zum Saisonende eine Ruhe“, spricht Hypos Headcoach Stefan Chrtiansky nach der Verpflichtung des routinierten tschechischen Mittelblockers Michal Rak (34). Denn die Chronologie der Ereignisse auf dieser Position liest sich im Kalenderjahr 2013 beim Hypo Tirol Volleyballteam wie ein schlechter Film.

Nach dem Kreuzbandriss des noch rekonvaleszenten Pedro Frances (BRA) kehrte Ivan Mihalj (CRO) mit schwerwiegenden Knieproblemen aus dem Urlaub zurück, was zur ersten Vertragsauflösung führte. Neuerwerbung Nicolas Leonardi (ITA) musste nach Herzproblemen auch wieder die Koffer packen.

Dazwischen wurde auf dieser Position schon mit der Rückkehr des brasilianischen Publikumslieblings Douglas Duarte da Silva und der Verpflichtung des US-Boys Andrew Hein reagiert. Rak komplementiert jetzt das Feld.

In Körperlänge bringen es die vier Mittelblocker des Hypo Tirol Volleyballteams – Hein (211 cm), Rak (206 cm), Frances (206 cm) und Douglas da Silva (203 cm) gemeinsam auf eine Länge von 8,26 Metern. „Das ist in Ordnung“, grinst Chrtiansky. In der österreichischen Liga wurde das Hypo Tirol Volleyballteam bei den ersten drei 3:0-Siegen gegen Hartberg, Graz und zuletzt Klagenfurt nicht vollends gefordert. „Manchmal ist unser Block zu hoch. Wir dürfen in der Liga nicht zu hoch springen“, fasst Chrtiansky die Überlegenheit im nationalen Ambiente in Worte. Nachsatz: „Aber international wird das alles passen.“

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Rak wurde ja nicht (nur) für die österreichische Liga geholt, sondern fürs internationale Geschäft. Und da steht am kommenden Mittwoch (20.15 Uhr) in der Olympiahalle das erste Champions-League-Match gegen Tomis Constanta (ROM) auf dem Programm. „Da brauchen wir ihn als Alternative. Mit seiner Erfahrung und Präsenz kann er uns sicher helfen“, führt Chrtiansky aus.

Es geht aber auch im Hypo-Lager alles Schritt für Schritt. Und der nächste soll am Samstag (19 Uhr) in der USIHalle mit einem Heimsieg über die Vienna hotVolleys getan werden. Die alte Rivalität ist nach dem Leistungsabfall der Hauptstädter in den vergangenen Jahren zwar etwas verflogen, Hypos Headcoach hebt aber dennoch den warnenden Zeigefinger: „Sie suchen noch nach einem Diagonalangreifer, haben da zuletzt improvisiert. Wir werden sie aber auf keinen Fall unterschätzen. Wir freuen uns auf die erste ,echte‘ Partie in der Meisterschaft gegen das wohl zweitbeste Team.“

Rak soll erstmals zumindest auf der Bank Platz nehmen. Aus Hypos Mitte entspringt aber sofort hoffentlich wieder ein Fluss. Das Gardemaß ist vierfach vorhanden.


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