Schlupfloch für Leih-Skilehrer geschlossen

Von Max Strozzi...

Von Max Strozzi

Innsbruck –Dass Tiroler Skischulen ihre Skilehrer über eine Leiharbeitsfirma in Liechtenstein abgerechnet haben, hat im vergangenen Winter für Wirbel gesorgt. Wie berichtet, hatten viele Skischulen bis zum vergangenen Winter ein solches Konstrukt bevorzugt. Skilehrer waren zwar in Tirol gemeldet und versichert, die Lohnverrechnung erfolgte aber über eine Liechtenstein-Tochter der Leiharbeitsfirma Trenkwalder. Ein Vorteil: Diäten und Fahrspesen waren von Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer befreit. Nach einer Gesetzesnovelle dürfte sich dieses Konstrukt nicht mehr so leicht rechnen. „Dieses Modell gibt es praktisch nicht mehr. Die Sozialversicherung hat diese Möglichkeit abgeändert, somit ist das Thema nicht mehr aktuell“, sagt Tirols Skischulpräsident Richard Walter.

Konkret wurde das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz novelliert, erklärt Andreas Arnold, Leiter der Melde- und Beitragsabteilung der Tiroler Gebietskrankenkasse. „Bis 2013 war es möglich, dass bei einem Beschäftigungsverhältnis mit einem Arbeitskräfteüberlasser beispielsweise in Liechtenstein die Diäten beitragsfrei und steuerfrei waren. Mit der Novelle, die mit 1. Jänner 2013 in Kraft trat, ist dieser Vorteil weggefallen“, so Arnold: „Die Tagesdiät am Einsatzort von 26,40 Euro täglich ist damit beitragspflichtig und steuerpflichtig.“ Das bedeute eine Gleichstellung mit hiesigen Skilehrern. Es sei zwar weiterhin legal, eine solche Konstruktion über Leiharbeitsfirmen in Liechtenstein zu wählen, aber es rentiere sich nicht mehr, glaubt Arnold.


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