Investoren reißen sich um „ewige“ Milliardenanleihe der Allianz

Die Kupons sind für die ersten zehn Jahre fix, dann variabel.

Frankfurt/London/München - Europas größter Versicherer Allianz stößt mit seiner milliardenschweren „ewigen Anleihe“ auf reißende Nachfrage der Investoren. Für die nachrangigen Anleihe mit unbegrenzter Laufzeit lagen am Donnerstag nach Angaben der beteiligten Banken Aufträge über mehr als 8,5 Mrd. Euro vor. Es ist das erste Mal seit dem Untergang von Lehman Brothers vor mehr als fünf Jahren, dass ein Versicherer sich mit einer „ewigen Anleihe“ an den Markt traut. Die neue Anleihe soll offenbar ein ähnliches, 2004 aufgelegtes Papier ersetzen, das die Allianz im Jänner zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach zehn Jahren zurückkaufen will.

Der Versicherer habe mit der Emission offenbar gewartet, bis die Unsicherheit über die Staatsschulden der USA gewichen sei, sagten Banker.

Die alte Anleihe im Volumen von 1,5 Mrd. Euro trägt einen Kupon von 5,5 Prozent. In ähnlicher Größenordnung dürfte auch das neue Papier liegen. Für den neuen Bond legten die Konsortialführer Citi, Commerzbank, Credit Agricole und Deutsche Bank einen Zinsaufschlag von 260 Basispunkten über der Mitte des Swap-Satzes fest. Die Kupons sind für die ersten zehn Jahre fix, dann variabel. Die Konditionen sind im Wesentlichen die gleichen wie für Allianz-Anleihen mit fester Laufzeit, das neue Papier ist aber im Rang niedriger als diese. (APA/Reuters)


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