Area 47 verdoppelt Umsatz und liebäugelt mit Erweiterung

Der Abenteuerspielplatz am Eingang in das Ötztal verzeichnet eine Rekordsaison. Die Gewinnzone ist erreicht. Neue Attraktionen müssen her.

Innsbruck –„Totgesagte leben länger.“ Mit dieser launigen Begrüßung trat gestern Hans Neuner in Innsbruck vor die Presse. „Es gibt nur gute Nachrichten“, sprudelte es aus dem Chef der Area 47 heraus. Denn der Freizeit-, Sport- und Funpark, am Eingang ins Ötztal gelegen, blicke auf einen wahren Rekordsommer zurück. Die Skepsis gegenüber dem Großprojekt bei dessen Start sei gewichen, versicherte Neuner.

Fast 40.000 Nächtigungen wurden heuer in den 300 Betten (und Indianer-Tipis) der Area verzeichnet, weitere 20.000 Nächtigungen sollen es in der Umgebung gewesen sein. Mit 6,4 Millionen Euro konnte das Outdoor-Gelände den Umsatz gegenüber dem ersten Betriebsjahr (2010) verdoppeln. Allein in den heißen Monaten Juli und August spülte reger Besucherzustrom 3,5 Mio. Euro in die Kassen.

„Der laufende Betrieb wirft bereits Gewinne ab“, betonte Neuner. In den Bilanzen ausgewiesene Verbindlichkeiten seien noch die Folge großer Investitionen zu Beginn, jedoch „kein Grund für Kopfweh“. Neben Neuner ist auch die finanzkräftige Skiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden an der Area 47 beteiligt.

Richtig ruhig wird es in der Area nicht, auch wenn sich im Winter das Geschehen vom Wasser in die Veranstaltungshalle verlegen wird. Dort frönt Tirols Elite zu Trainingszwecken dem Elektro-Motocross.

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Neuner denkt aber schon an das nächste große Ding, er fühlt sich „zu Neuerungen verdammt“. Adrenalinsüchtigen sei stets etwas zu bieten, da reiche es nicht aus, „einen Federballplatz hinzustellen“.

Für neue große Attraktionen sei aber mehr Platz nötig als die vom Land 2008 unter Auflagen (wie dem benachbarten Naturschutzgebiet) genehmigten 6,6 Hektar. Durch den Erfolg des Projekts rede es sich leichter mit den Behörden, glaubt Neuner. Einen konkreten Antrag auf eine flächenmäßige Erweiterung gebe es aber noch nicht.

Kritisch sieht die Area-Führung die Kraftwerkspläne im Kaunertal. Per Überleitung soll dabei auch Wasser aus der Ötztaler Ache abgeleitet werden. Dies würde jedoch die Raftingstrecke in der Imster Schlucht, ein zentrales Angebot der Area 47, in Mitleidenschaft ziehen. (mark)


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