Thiem völlig ungefährdet ins Wien-Viertelfinale eingezogen

Dominic Thiem steht zum zweiten Mal in seiner Karriere nach Kitzbühel in diesem Jahr im Viertelfinale eines ATP-Turniers.

Wien – Der 20-jährige Niederösterreicher Dominic Thiem ließ am Donnerstagabend dem tschechischen Lucky Loser Jaroslav Pospisil, der am Vortag Gael Monfils (FRA-6) ausgeschaltet hatte, in nur 47 Minuten beim 6:1,6:1 keine Chance. Nun trifft der Weltranglisten-149. am Freitag allerdings auf den topgesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga. Der topgesetzte Franzose setzte sich gegen den Deutschen Daniel Brands nach 94 Minuten mit 7:5,1:6,6:3 durch.

„Es ist natürlich ein Traum, genau bei den zwei Heimturnieren so gut zu spielen. Ich freue mich schon wieder riesig auf das Match morgen“, sagte Thiem nach seiner bisher wohl besten Leistung auf der Tour. Österreichs große Zukunftshoffnung hat an diesem Abend gezeigt, was in ihm steckt. „Das war extrem gut. Es war so ein Tag, an dem einfach alles aufgegangen ist. Den gibt es vielleicht zwei, drei Tage im Jahr“, freute sich Thiem, der mit einer leichten Verkühlung spielt. Dabei sei er gar nicht mit dem Gefühl ins Match gegangen, dass es leicht werde.

Geglücktes Peya-Comeback nach Verletzungspause

Seit rund fünf Wochen hat Alexander Peya kein Wettkampf-Doppel mehr bestritten. Doch das Comeback nach einer Bauchmuskelverletzung bei den US Open ist am Donnerstagabend in der Wiener Stadthalle gut geglückt. An der Seite von Bruno Soares (BRA) erreichte das topgesetzte Duo mit einem sicheren 6:2,6:3-Erfolg über Lukas Dlouhy/Paul Hanley (CZE/AUS) das Achtelfinale. In diesem geht es schon am Freitag gegen Florin Mergea/Lukas Rosol (ROM/CZE) weiter.

„Zwischendurch hat es sich ein bisserl rostig angefühlt. Aber das ist ganz normal. Ich bin sehr zufrieden. Wir haben einen guten Start hingelegt nach so einer langen Pause“, freute sich Peya auch vor allem darüber, dass er völlig schmerzfrei war. „Irgendwann im zweiten Satz war ich ein bisserl steif im Rücken“, sagte Peya. Doch dies sei normal nach der Auszeit. Zu Beginn des Matches habe er noch sehr auf seinen Körper gehört. „Man will nichts riskieren im Hinblick auf das Saisonhighlight Masters in ein paar Wochen.“

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Haas zum dritten Mal in Folge im Wien-Viertelfinale

Tommy Haas setzte sich gegen den slowakischen Qualifikanten Miloslav Mecir, Sohn des früheren Weltranglisten-Vierten gleichen Namens, nach 1:54 Stunden 7:5,7:6(8) durch. Haas trifft nun im Kampf um einen Platz im Halbfinale auf den ebenfalls bald 35-jährigen Radek Stepanek.

Das überraschende Aus kam hingegen für Haas‘ Landsmann Philipp Kohlschreiber. Die Nummer vier des Turniers verabschiedete sich trotz einer 1:0-Satzführung mit 6:4,1:6,6:7(0). (APA)

Ergebnisse des Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle vom Donnerstag, Achtelfinale:

Dominic Thiem (AUT) - Jaroslav Pospisil (CZE) 6:1,6:1

Jo-Wilfried Tsonga (FRA-1) - Daniel Brands (GER) 7:5,1:6,6:3

Tommy Haas (GER-2) - Miloslav Mecir (SVK-Q) 7:5,7:6(8)

Ruben Bemelmans (BEL-Q) - Philipp Kohlschreiber (GER-4) 4:6,6:1,7:6(0)

Fabio Fognini (ITA-3) - Lukasz Kubot (POL) 7:5,6:2

Robin Haase (NED) - Vasek Pospisil (CAN-7) 7:6(3),6:7(5),6:2

Doppel-Viertelfinale:

Julian Knowle/Daniel Nestor (AUT/CAN-3) - Robin Haase/Jesse Huta Galung (NED) 6:3,6:3

Jaroslav Levinsky/Mate Pavic (CZE/CRO) - Mariusz Fyrstenberg/Marcin Matkowski (POL-2) 6:4,6:7(2),10:6

Doppel, 1. Runde:

Alexander Peya/Bruno Soares (AUT/BRA-2) - Lukas Dlouhy/Paul Hanley (CZE/AUS) 6:2,6:3


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